Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

500 Meter ohne Sicherung. BERGSTEIGEN / Hans Goger hat den fünften der „seven summits“ bezwungen. Die Reise nach Papua Neuguinea entführte ihn in eine andere, zum Teil noch unberührte Welt.

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VON MICHAEL PEKOVICS

WOLFAU, PAPUA NEUGUINEA / Der Weg von Wolfau nach Papua Neuguinea ist ein langer. „Allein die Anreise war ein Erlebnis“, erzählt Bergsteiger Hans Goger. Nach zahlreichen Flügen wartete auf die Gruppe ein fünftägiger Marsch durch den Dschungel – begleitet von Mitgliedern des Stamms der „Dani“, die als Träger fungierten. Unterstützt wurde Goger beim fünften seiner „sieben Gipfel“ auch vom Unternehmen „BECOM“.

Bei der Ankunft am letzten Flughafen wähnte sich Goger „im falschen Film“: „Da standen exotisch aussehende Frauen neben wild aussehenden Kriegern – nicht einmal Pfeil und Bogen fehlten. Manche der bärtigen Männer trugen als einzige Bekleidung einen langen Penisköcher über ihrem besten Stück, ansonsten waren sie nackt.“ Aber nicht nur die Menschen, auch die Vegetation und die Natur waren exotischer als bei kaum einer von Gogers Reisen zuvor.

Nach einem Ruhetag vor der beeindruckenden Kulisse der Nordwand der Carstensz Pyramide auf einer Höhe von 4.500 Metern legte die Gruppe einen Ruhetag ein. Doch schon am nächsten Tag ging es hinauf auf den Gipfel über eine 500 Meter senkrecht nach oben ragende Felswand. „Es gab zwar Seile“, erzählt Goger. „Aber für einen routinierten Felskletterer war der Aufstieg ohne Sicherung kein Problem.“ Nach nur eineinhalb Stunden stand Goger am Gipfel und genoss das Gefühl, den fünften der sieben Gipfel unter sich zu haben: „Eine außergewöhnliche Bergfahrt, ich bin unendlich dankbar, dies erlebt haben zu dürfen. Wir wurden wir Zeugen einer Kultur und Lebensweise, die es Morgen nicht mehr gibt.“

Die Reise nach Papua Neuguinea war für Hans Goger eine Reise in eine andere Welt.