Erstellt am 12. Oktober 2011, 00:00

71-Jähriger bestreitet Schlag gegen Polizist. GEWALT / Streit zwischen Pensionist und Polizist endete blutig. Über den Hergang des Vorfalls gibt es zwei Versionen.

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Wilde Szenen spielten sich am Dienstag der Vorwoche beim Schutzweg Kreuzung Bad-/Schulgasse ab. Eine Gruppe von Volksschüler wollte in Begleitung von zwei Polizisten die Straße überqueren, ein 71-jähriger Pensionist hielt nicht an. Als ihn der Beamte stoppte und eine Anzeige in Aussicht stellte, rastete der Mann aus und schlug dem Polizisten ins Gesicht.

So lautet die Version der Polizei. Im Gespräch mit der BVZ zeichnet der 71-jährige Adolf Pleyer aus Goberling ein anderes Bild. „Die Autos vor mir sind auch gefahren, ohne anzuhalten. Der Polizist stand mit dem Rücken zum Zebrastreifen und hat den Kindern etwas erklärt.“ Dann habe ihn der Beamte angehalten und mit dem Führerscheinentzug gedroht.

„Ich wollte mich nur am  Polizisten festhalten“

„Ich habe mir noch nie etwas zuschulden kommen lassen, aber dann bin ich ausgerastet“, erzählt Pleyer weiter. Geschlagen will er den Polizisten aber nicht haben. Pleyer schildert: „Der Polizist hat mich angerempelt. Dann wollte ich mich, weil ich gehbehindert bin, an ihm festhalten und habe seine Nase erwischt.“ Auch die 35-jährige Polizistin habe er nicht vorsätzlich verletzt. „Als sie mir von hinten die Handschellen anlegen wollte, konnte ich mich nicht mehr halten und bin umgefallen. Ich wäre auch ohne Handschellen mitgefahren.“ Unter dem Strich bleiben zwei leicht verletzte Polizeibeamte. Dem Pensionisten droht eine Strafanzeige wegen tätlichen Angriffs auf einen Beamten.