Erstellt am 04. November 2015, 05:17

von Michael Pekovics

A1: Erneuter Anlauf für 30-Meter-Masten. Telekomanbieter will 30 Meter hohen Masten in einer Talsenke aufstellen. Vor zwei Jahren scheiterte der erste Versuch.

Simulation. Mit einem Kran wurde bereits 2013 dargestellt, dass sich der Handymast nicht wirklich harmonisch in die Landschaft einfügt.  |  NOEN, zVg

Die einen sehnen ihn herbei, die anderen wollen ihn mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. Der neuerliche Anlauf von A1, einen rund 30 Meter hohen Sendemasten zwischen Buchschachen und Kitzladen zu positionieren, sorgt erneut für Gesprächsstoff. 2013 wurde das Projekt letztendlich vom Umweltanwalt des Landes gekippt, heute, Mittwoch, steht neuerlich die diesbezügliche Bauverhandlung an.

„Würde Landschaft im Tal total verändern“ 

Laut Karl Kumpfmüller, der der Bürgeriniative als Berater zur Seite steht, gibt es bereits zwei Gutachten, die die „Landschaftsunverträglichkeit“ bestätigen: „Der über 30 Meter hohe Masten würde die Landschaft im Stegersbachtal völlig verändern.“

So wie bereits 2013 hat die Gemeinde auch diesmal alternative Standorte angeboten, A1 hat darauf aber nicht reagiert. „Der Mast wird um sechs Meter niedriger sein, als ursprünglich geplant. Meines Wissens liegt eine positive Stellungnahme seitens der Bezirkshauptmannschaft vor“, sagt A1-Ssprecherin Livia Dandrea-Böhm.

Dass das Handynetz in Buchschachen nicht gerade das beste ist, wissen auch Bürgermeister Hermann Pferschy (ÖVP) und Vize Alfred Lehner (SPÖ). Für Lehner ist klar, dass „wir einen Mast brauchen, aber nicht an diesem Standort“. Ähnlich auch Pferschy, der seitens der Gemeinde bei der Bauverhandlung einige Einwendungen einbringen will: „Wir sind aus gesundheitlichen Überlegungen gegen den Handymasten.“ Bernd Arthofer von der Liste Burgenland ärgert, dass „A1 trotz Widerstand aus der Bevölkerung und Alternativen weiter am Plan festhalten will“.

Kumpfmüller rechnet sich gute Chancen aus, den Bau des Handymasten wie schon 2013 auch diesmal zu verhindern: „Wir sind zuversichtlich, dass der Antrag von A1 wieder zurückgewiesen wird.“