Erstellt am 08. Juni 2011, 00:00

Achtung, Hochwasser: Warnsystem startet. SCHUTZ / Süd- und Mittelburgenland, Ungarn und Steiermark haben um 1,4 Mio. Euro Hochwasser-Frühwarnsystem erhalten. 

Gerald Hülller, Landesrat Andreas Liegenfeld, Emil Janak, Bürgermeister Peter Vadasz, Johann Wiedner und Istvan Nador.GANSTER  |  NOEN
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VON CARINA GANSTER

REGION SÜDBURGENLAND / In Zusammenarbeit mit der Steiermark und Ungarn bekommt das Süd- und Mittelburgenland ein Hochwasser-Frühwarnsystem. Das Projekt wurde in der vergangenen Woche präsentierte. Auf österreichischer Seite wurde der Testbetrieb bereits aufgenommen.

Hochwasser 2009 war der  Anlass für Frühwarnsystem

 

Anlass für die Installierung des länderübergreifenden Frühwarnsystems „ProRaab“ war die Hochwasserkatastrophe 2009. Das neue Frühwarnsystem umfasst die Raab, die Zubringerbäche und Flüsse wie Rabnitz, Güns, Pinka, Strem und Lafnitz. „In einem zentralen Rechner laufen alle Daten, wie Niederschlagsmenge, hydrologische Daten oder Temperatur zusammen. Diese Daten werden dann in das Modell eingebracht“, erklärt Gerald Hüller von der Abteilung Wasserwirtschaft der burgenländischen Landesregierung die Funktionsweise des Frühwarnsystems.

Warnmodell soll bis auf 48  Stunden genau sein

 

Dieses Warnmodell soll auf bis zu maximal 48 Stunden genau sein. „Man weiß, dass das Wasser bei gewissen Pegelständen über die Ufer treten wird. Dann können rechtzeitig die erforderlichen Schritte eingeleitet werden. Wir gehen davon aus, dass wir 48 Stunden vor einem möglichen Hochwasser Alarm auslösen können“, sagt Hüller. Damit wäre die Warnung der Bevölkerung zwei Tage vor einem Hochwasser möglich.

Im Falle eines Hochwassers werden Einsatzkräfte und wenn erforderlich auch die Bevölkerung informiert. „Das neue Hochwasser-Frühwarnsystem soll im Ernstfall zu einer Verringerung der Schäden beitragen“, sagt Neo-Landesrat Andreas Liegenfeld (ÖVP). Das Projekt kostet 1,4 Millionen Euro, 85 Prozent davon trägt die EU. „Bei Hochwasser geht es oft um wenige Stunden, um das Eigentum zu schützen und Schäden gering zu halten. Mit dem neuen System können wir das erreichen“, meint Landesrat Andreas Liegenfeld.

Als nächster Schritt wird eine Arbeitsgruppe installiert, die erarbeiten soll, wie die einzelnen Bereiche im Fall des Falles koordiniert werden können. „Ich könnte mir vorstellen, dass das die Landessicherheitszentrale sein wird“, sagte Karl Maracek von der Abteilung neun (Wasserwirtschaft) direkt nach einer Sitzung mit LSZ-Geschäftsführer Ernst Böcskör.