Erstellt am 02. Februar 2011, 00:00

Ägypten: Burgenländer berichten von der Krise. KRISE UND TOURISMUS / Proteste in Ägypten gehen weiter. Mittendrin sind auch Burgenländer. Die BVZ hat zwei erreicht.

Christine Schober kam erst am Montag von ihrer Reise aus Ägypten zurück. ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

SÜDBURGENLAND / ÄGPYTEN / Die Proteste gegen das Regime von Husni Mubarak gehen unvermindert weiter. Erst gestern, Dienstag (nach Redaktionsschluss), sollen allein in Kairo rund eine Million Menschen auf der Straße gewesen sein. Ägypten ist aber nicht nur Krisen- sondern auch Touristengebiet.

Hannes Zodl, Koch im Restaurant Koi in Rotenturm, ist zum Beispiel noch bis zum Wochenende in Ägypten. „Das Internet ist gesperrt, in den großen Städten herrscht Ausgangssperre“, erzählt er im Interview mit der BVZ. „Bei einer einwöchigen Schiffsreise war die einzige Einschränkung, dass wir nicht an Land durften.“ Er selbst habe von den Protesten eigentlich nichts bemerkt. „Das Militär und die Polizei schützen die Touristen.“

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Ähnlich hat Christine Schober aus Oberwart die Situation erlebt. Am vergangenen Montag kehrte sie nach Österreich zurück. „Ich habe erst im Fernsehen von den Protesten gehört“, erzählt sie. Weder bei der Fahrt vom noch zum Flughafen habe man etwas bemerkt. „Die Angestellten bei uns im Resort haben ständig telefoniert, weil sie alle Familie und Freunde in Kairo haben, mit uns Touristen wurde kaum über die Situation gesprochen.“ Angst müsse man in Ägypten als Tourist aber nicht haben. „Schlimm war für mich nur, dass sich bei mir im Hotel Leute über das Essen beschwert haben, während gleichzeitig die Angestellten um das Leben ihrer Familien und Freunde fürchten mussten.“