Erstellt am 25. Februar 2016, 06:04

von Michael Pekovics

Ärger über Kündigung von Spital. Zwei Reinigungskräfte des Oberwarter Spitals beschweren sich über ihre Kündigung: „Langjährige Mitarbeiter sind nichts wert.“

Soziale Kälte? Zwei langjährige Dienstnehmerinnen im Alter von über 50 Jahren wurden nicht übernommen. Sie kritisieren »Freunderlwirtschaft«.  |  NOEN, Michael Pekovics/BVZ
Fünf beziehungsweise acht Jahre lang hatten zwei Frauen einen Job als Reinigungskräfte im Oberwarter Krankenhaus. Vor wenigen Wochen erhielten die beiden über 50-Jährigen Post vom Dienstgeber, der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH). Der Inhalt: Der Dienstvertrag werde nicht verlängert, man brauche sie nicht mehr.

„Politischer Hintergrund“ vermutet

Gegenüber der BVZ äußern sie nun Kritik an der Vorgehensweise. „Wir wurden damals von der externen Firma ISS übernommen und hatten ein Probejahr – neu angestellte Reinigungskräfte haben aber schon nach drei Monaten einen unbefristeten Vertrag erhalten. Das ist ungerecht, offenbar ist Erfahrung nichts wert“, finden die beiden ehemaligen langjährigen Spitalsmitarbeiterinnen und vermuten „einen politischen Hintergrund“.

Den verneint man auf Anfrage der BVZ im KRAGES-Büro in Eisenstadt vehement: „Alle Aufnahmen und Kündigungen sind entsprechend des Arbeitsrechts erfolgt.“

Außerdem wird darauf verwiesen, dass der KRAGES die Mitarbeiterinnen im Reinigungsdienst ein besonderes Anliegen sind: „Das sind jene Menschen, die am längsten bei den Patienten sind. Natürlich verlassen wir uns da immer auf jene Kräfte, die die meiste Erfahrung mitbringen.“