Erstellt am 18. April 2012, 00:00

Alte Hüte, neuer Zwist. STREITEREIEN / FPÖ kritisiert Sozialistische Jugend wegen alter Forderung nach Drogenfreigabe. SJ fordert nun Richtigstellung.

Ist sich keiner Schuld bewusst. FP-Stadtparteiobmann Babitsch.  |  NOEN
x  |  NOEN

PINKAFELD / Die FPÖ hatte in ihrer letzten Postwurfsendung einen Artikel veröffentlicht, der die Forderung der SJ nach der Freigabe von Drogen thematisierte. Die SJ verlangt eine Richtigstellung. Im betreffenden Artikel bezieht sich die FPÖ auf die altbekannte Forderung der SPÖ-Jugend nach Drogenfreigabe.

Auf der Internetseite der SJ Österreich findet sich zum Beispiel die folgende Aussage: „Marihuana legalisieren heißt zeitweise auch dem Kapitalismus den Kampf ansagen.“ Die Freiheitlichen erinnerten in ihrer Publikation außerdem an die seinerzeitige SJ-Kampagne unter dem Motto: „Lieber bekifft ficken, als besoffen fahren.“ Nach wie vor findet man die Unterlagen zu dieser Kampagne im Internet – auf der Seite der SJ. Ausdrücklich wird die Legalisierung von Drogen verlangt.

In einem Schreiben an die FPÖ-Pinkafeld forderte der Vorsitzende der SJ Pinkafeld, Adrian Kubat, nun eine Richtigstellung nach dem Mediengesetz.

Die Freiheitlichen lehnen dies ab und sind sich auch gar nicht sicher, was sie eigentlich richtigstellen sollten, sagt FPÖ-Stadtparteiobmann Bernd Babitsch: „Es gibt nichts richtigzustellen. Die SPÖ-Jugend will die Legalisierung von Drogen erreichen. Das ist Tatsache und für jedermann nachlesbar. Da es auch bei uns in Pinkafeld ein Drogenproblem gibt, haben wir die SJ-Kampagne thematisiert. Wir halten es für blanken Wahnsinn, die Freigabe von Drogen zu fordern. Einer allfälligen Klage sehen wir übrigens sehr gelassen entgegen. Im Gegensatz zur SJ haben wir uns nichts vorzuwerfen“, so Babitsch.

„Von einer Klage war nie die Rede“, erklärt SJ-Vorsitzender Kubat gegenüber der BVZ. Man wolle nur richtiggestellt wissen, dass dies kein aktuelles Thema sei und die FPÖ auf eine zehn Jahre alte Aussendung verweise. „Wir wollen uns auch nicht in den intellektuellen Keller der Freiheitlichen begeben und lieber darauf schauen, dass wir für die Jugend in Pinkafeld konstruktiv arbeiten“, so Kubat.