Erstellt am 17. August 2011, 00:00

Alte Namen werden neu. STRASSENBEZEICHNUNGEN / In Wolfau und Allhau hat man sie schon, nun erhalten auch die LitzelsdorferInnen neue Adressen.

VON SILKE ROIS

LITZELSDORF / In den Nachbargemeinden Wolfau und Markt Allhau wurden heuer im Frühjahr die Schilder mit den neu eingeführten Straßennamen und Hausnummern angebracht (die BVZ berichtete) – in Litzelsdorf wird dies voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres geschehen. Auch hier hat man sich im Zuge des Dorferneuerungsprozesses nämlich dazu entschlossen, neue beziehungsweise offizielle Straßen- und Gassenbezeichnungen einzuführen, und der erste Entwurf dazu wird im Herbst öffentlich einsehbar sein.

Seit gut einem Jahr arbeitet die eigens dafür gegründete Arbeitsgruppe schon daran, und man hat sich viel umgehört, erzählt die Arbeitskreis-Leiterin Annemarie Reiss. Schließlich möchte man nicht nur jene, die den „dringenden Wunsch nach einer solchen Einführung geäußert haben“ so gut als möglich zufriedenstellen, sondern auch „die Skeptiker, die sich fragen, wozu das nötig ist.“

„Im Hinblick auf eine bessere  Orientierung sicher hilfreich“

Dass es notwendig und sinnvoll ist, offizielle Straßen- und Gassennamen einzuführen, davon ist Reiss überzeugt. In mehrfacher Hinsicht könne es „sehr hilfreich“ sein – ob es um Paketzustellungen, Feuerwehr- oder Rettungseinsätze oder auch nur um eine bessere Orientierung für die Leute in der Gemeinde selbst oder BesucherInnen von außerhalb geht.

Historische Namen aus altem  Ortsplan dienten als Vorlage

Geplant ist es, dem Wunsch der Bevölkerung gemäß die bisher gebräuchlichen Bezeichnungen und inoffiziellen Ried-Namen weitgehend beizubehalten, erklärt Reiss. Und dort, wo es bisher keine Namen gab, habe man sich vor allem am alten Ortsplan orientiert, aus dem man so weit als möglich die historischen Namen übernehmen möchte.

Im Herbst soll Bevölkerung  Einsicht nehmen können

Dieser erste Entwurf der Arbeitsgruppe wird nun digital bearbeitet, und sobald er öffentlich ist, kann dann auch die Bevölkerung dazu Stellung nehmen und bei Bedarf weitere Überarbeitungen anregen. Reiss geht aber nicht davon aus, dass es viel Widerstand geben wird, da die Arbeitsgruppe „wirklich versucht hat, alles zu berücksichtigen.“

„Steht in Zusammenhang mit  dem Raumplanungskonzept“

In Zusammenhang steht diese Einführung neuer Straßen- und Gassenbezeichnungen aber auch mit dem neuen Raumplanungskonzept, das die Gemeinde erarbeitet, erklärt Bürgermeister Peter Fassl. Dabei handelt es sich um einen Plan, der „als Grundlage“ für die örtliche Entwicklung dienen soll, und deshalb sei es sinnvoll, dass diese Prozesse auch möglichst Hand in Hand ablaufen.