Erstellt am 27. August 2014, 09:27

von Denise Posch und Vanessa Bruckner

Altes Kino soll Ortszentrum werden. Ehemaliges Kino in Markt Allhau soll Kommunal- und Gemeindezentrum werden. Verhandlungen laufen bereits.

Am Freitag trifft sich der Gemeinderat, um weitere Schritte für die Zukunft des alten Kinos zu setzen. Wie weit man kommt, wird sich zeigen, denn die Vorstellungen für dessen Nutzung gehen auseinander. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa Bruckner
Über 20 Jahre ist es her, als im alten Hagenauer-Kino zum letzten Mal ein Film über die Leinwand flimmerte. Seither steht das große Gebäude mitten im Ort leer.

Die Bausubstanz des Hauses ist, so Vizebürgermeister Alfred Lehner (SPÖ), mittlerweile in einem Zustand, die Überlegungen für einen völlig neuen Gebäudekomplex mit sich bringt. Aktuelle Pläne sehen vor, das alte Kino abzureißen und an seiner Stelle ein modernes Kommunal- und Gemeindezentrum zu errichten.

Betreutes Wohnen steht auch zur Debatte

In der Gemeinde gibt es dazu bereits Gespräche. Außerdem wurde eine Arbeitsgruppe geschaffen, die an einem Konzept für die Zukunft des Grundstückes arbeiten.

Vizebürgermeister Alfred Lehner spricht sich vor allem für betreutes Wohnen aus. „Es wäre wünschenswert, es nicht nur als Gemeindezentrum zu nutzen. Gerade in puncto betreutes Wohnen haben wir in Markt Allhau noch Defizite und der Standort des alten Kinos wäre infrastrukturell optimal dafür,“ so Lehner.

Bürgermeister Hermann Pferschy (ÖVP) hingegen möchte das Grundstück als Gemeindezentrum nutzen. Aber mit Extras: „Junge Betriebe könnten sich ansiedeln. Eine Arztpraxis und ein Café kann ich mir ebenfalls vorstellen.“

Derzeit läuft Suche nach Finanzierungsmodell

Auch Pläne für das bestehende Gemeindeamt hätte Pferschy bereits: „Dieses könnte in ein Wohnhaus mit Genossenschaftswohnungen umfunktioniert werden und würde sich besser für betreutes Wohnen anbieten, da es in dem Haus bereits einen Personenlift gibt.“

Aktuell sucht man aber vor allem eines: ein passendes Finanzierungsmodell, denn nach dem Ausbau des örtlichen Bildungszentrums ist das Geld knapp. Aktuell wird mit außenstehenden Geldgebern verhandelt. Für Pferschy ist es ein Bürgerbeteiligungsprozess. „Interessierte und heimische Investoren sind herzlich eingeladen.“