Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

Angst vor einer Fusion. AUSGEGLICHEN / Im Jahr 2010 gab es 47.000 Euro Rückstände, diese wurden durch Einsparungsmaßnahmen wettgemacht.

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VON DANIEL FENZ

MARKT NEUHODIS / In der Gemeinde wurde im heurigen Jahr gespart, wo es auch nur irgendwie möglich war. Bürgermeister Johann Wallner (SPÖ) und seiner Gemeinde fehlten 2010 47.000 Euro für ein ausgelichenes Budget. Eingespart wurde sowohl bei den Vereinen als auch bei den Finanzmitteln der Schule.

„Wenn kein Geld da ist, können wir auch keines ausgeben. Begeistert war niemand, doch die Sparmaßnahmen wurden akzeptiert“, erklärt Bürgermeister Wallner. Kreditrückzahlungen wurden gestundet und die Gebühren für den Kanal erhöht. „Es gibt zwar für das Jahr 2010 ein Nachtragsbudget, doch das muss erst im neuen Jahr bei der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werden. Wir werden die Mehrkosten als Rücklagen dotieren. Es gab eine Prüfung von der Gemeindeabteilung, wobei uns Lösungen und Empfehlungen dafür angeboten wurden“, meinte Wallner gegenüber der BVZ.

Wallner bangt um die  Identität seiner Gemeinde

Der Ortschef versucht nun, mit seinen Gemeinderäten spätestens bis zum Februar 2011 Lösungsansätze zu erarbeiten. „Im außerordentlichen Budget fehlen uns nämlich rund 150.000 Euro“, weiß Wallner. Zusätzliches Geld würde aber noch für den Zubau des Feuerwehrhauses in Althodis und für den Ankauf eines Feuerwehrautos für Markt Neuhodis benötigt. „Der Rohbau steht schon, ein Feuerwehrauto wurde bestellt, die Summe dürfte sich auf rund 920.000 Euro belaufen,“ weiß Wallner. Er war bereits im Jänner dieses Jahres der Meinung, „dass die Schließung der Budgetlücke eine politische Entscheidung sein wird“. Auch heute ist er noch immer dieser Meinung. Wallner hofft auf Geld und Unterstützung vom Land Burgenland sowie auf wegweisende Entscheidungen seitens der verantwortlichen Politiker.

„Ein weiteres Problem in unserer Gemeinde ist, dass wir uns in Zukunft wohl oder übel Gedanken über eine Gemeinde- und Gemeindeverwaltungszusammenlegung Gedanken machen müssen,“ sagt Wallner skeptisch. „Aber sollten wir mit einer anderen Gemeinde zusammengelegt werden, dann würde unser Ort seine Identität verlieren. Organisatoren wie die Feuerwehr und vieles mehr wäre davon betroffen.“

Hofft auf Unterstützung vom Land. Bürgermeister Johann Wallner.

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