Erstellt am 13. August 2014, 10:04

von Michael Pekovics

Anrainer klagen über Lärm: Mona beruhigt. Konflikt zwischen ehemaliger Molkerei und Anrainern schwelt seit Jahren. Jetzt wurde die Behörde eingeschaltet.

Mangelhafer Lärmschutz. Mit diesen Konstruktionen (Bild) soll der Lärm der Ventilatoren gedämpft werden, die Türen zur Halle stehen meist offen.  |  NOEN, Michael Pekovics/BVZ
Seit nunmehr vier Jahren beschweren sich die Anrainer rund um den „Mona“-Standort (ehemalige Molkerei) immer wieder bei der Geschäftsführung über die hohe Lärmbelastung.

Anrainer: „Eine zermürbende Situation“

„Aber wir werden immer wieder vertröstet, dabei wird es ständig schlimmer“, klagen einige Anrainer im Gespräch mit der BVZ.

Vor knapp einem Jahr wandten sie sich an die Bezirkshauptmannschaft, erst im Jänner wurde neuerlich eine Anzeige eingebracht.

„Eine zermürbende Situation, der Lärmpegel ist durchgehend so hoch, dass wir im Sommer nicht einmal auf der Terrasse sitzen können. Die Türen zur Produktionshalle sind ständig offen, vor Kurzem wurde zudem ein Aggregat im Außenbereich in Betrieb genommen.“

Behörde schreibt nun Sanierungskonzept vor

Auf der Bezirkshauptmannschaft weiß man um die Problematik Bescheid und hat nun reagiert. „Die Mona muss nun ein Sanierungskonzept vorlegen, wo genau festgelegt sein muss, welche Maßnahmen bis wann umgesetzt sind. Bis jetzt hält Mona die bereits vorgeschriebenen Punkte nicht ein“, sagt Johann Grandits von der Abteilung Gewerbewesen.

Mona-Geschäftsführer Wolfgang Goldenitsch versteht den Unmut der Anrainer, aber: „Ich kann das Unternehmen nicht wegzaubern, aber ich gebe offen zu, dass es zu laut ist und dass wir etwas unternehmen müssen.“ Als kurzfristige Lösung ist laut Goldenitsch eine Lärmschutzwand geplant, um den am stärksten betroffenen Anrainer zu entlasten.

„Außerdem werden wir die hintere Seite, also Richtung Berg, komplett mit schalldichten Wänden ausstatten. Die Anrainer können gerne in die Pläne Einsicht nehmen, aber die Umsetzung wird leider noch etwas dauern.“ Dessen sind sich auch die Anrainer bewusst und fordern deshalb bis dahin „die Einhaltung der Ruhezeiten zumindest in den Nachtstunden und am Wochenende“.