Erstellt am 26. September 2012, 00:00

Anschlag vereitelt. Drohung / Mann drohte, mit Kalaschnikow das Bezirksgericht zu stürmen. Polizei verhaftete ihn noch zu Hause. Das Motiv für die Drohung dürfte seine Scheidung gewesen sein.

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Von Michael Pekovics

OBERWART / Vergangene Woche rief ein Mann am Bezirksgericht an und drohte, das Gebäude mit einer Kalaschnikow (russisches Gewehr) stürmen zu wollen. Sofort wurde die Polizei verständigt. Den Beamten gelang es, die Nummer des Mannes herauszufinden. Mehrere Streifen fuhren zu seinem Wohnhaus und verhafteten den Mann.

Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt bestätigt: „Es hat Drohungen gegen Bedienstete gegeben.“ Grund dafür dürfte die Scheidung des Mannes gewesen sein. „Er ist durchgedreht, hat am Bezirksgericht angerufen und gedroht, das Gebäude zu stürmen“, erzählt ein Ermittler. „Wir haben ihn dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft abgeholt und verhaftet.“ Bei der Hausdurchsuchung stellte sich heraus, dass der Mann gar keine Waffen hat. „An sich ist er ein ruhiger und netter Kerl“, sagt ein Bekannter des Mannes zur BVZ. „Die Scheidung dürfte im zugesetzt haben.“ Die Staatsanwaltschaft hat Strafantrag wegen gefährlicher Drohung erstattet. „Der Mann befindet sich jetzt wieder auf freiem Fuß. Im Hinblick auf die Ereignisse, die sich in der Vergangenheit auf Bezirksgerichten abgespielt haben, mussten wir aber schnell reagieren und den Mann verhaften“, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Wann die Verhandlung des Mannes stattfindet, ist derzeit noch nicht bekannt.

Drohung gegen Mitarbeiter des Bezirksgerichts. Der Mann wurde verhaftet.Archiv