Erstellt am 14. Mai 2014, 09:54

von Vanessa Bruckner

(An)Stoß zum Glück. Pinkafeld / Dass Poolbillard mehr als bloß ein Sport ist, zeigen Gerald Gollnhuber und seine Jungs vom SOS-Kinderdorf.

Runde Sache. Moritz Klimek, Philip Hirtenfelder, Gerald Gollnhuber und Wolfgang Hirtenfelder (v.l.) trainieren zwei Mal pro Woche gemeinsam. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa
„Es geht um Werte, neue Lebensansichten - und natürlich auch darum, die Kugel im richtigen Eck zu versenken“, bringt es Gerald Gollnhuber auf den Punkt.

Statt eines fixen Punktes am Satzende arbeitet der Sulzriegler lieber mit bunten, beweglichen „Punkten“. Konkret: mit Billardkugeln. Seit nunmehr zwei Jahren unterrichtet der Betreuer der österreichischen Jugendnationalmannschaft im Poolbillard auch zwei Jugendliche vom SOS Kinderdorf Pinkafeld. Zweimal pro Woche wird gemeinsam im Internat der HTL Pinkafeld trainiert.

Gollnhuber: „Ich bin wirklich sehr stolz auf sie“

„Ich habe bereits früher gerne Billard gespielt und mag den Sport, weil es eine Kombination aus Denken und Geschicklichkeit ist“, sagt Philip Hirtenfelder. „Wenn du geschickt bist, aber keine Ahnung von Spielzügen hast, hilft dir die ruhigste Hand nichts“, ergänzt sein Bruder Wolfgang.

Mittlerweile wird zu dritt trainiert, auch Moritz Klimek aus Oberschützen will es im Poolbillard weit bringen. Trainer Gerald Gollnhuber ging es bei dem Sportprojekt vor allem darum, seinen Schülern auch andere Sichtweisen zu vermitteln, nicht nur auf die Kugeln am Tisch.

„Den Jugendlichen neue Perspektiven aufzuzeigen, das war mir vorrangig wichtig. Die Jungs sind wirklich Paradebeispiele dafür, was Sport im Leben eines Menschen alles verändern kann. Ich bin wirklich sehr stolz auf sie.“