Erstellt am 13. Januar 2016, 03:43

von Daniel Fenz

Anzeige nach Vereinsprüfung: Keine Folgen. Politik muss reagieren, glaubt Wiesflecks Obmann Bruno Fako. Sein Verein muss nach Prüfung aber kein Geld zurückzahlen.

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So wie viele Vereine im Land, hat es jetzt auch den Sportverein Wiesfleck erwischt. Er erhielt eine anonyme Anzeige, weil im Dezember beim Adventmarkt zwei Tage lang Punsch ausgeschenkt wurde. Der Strafrahmen beträgt immerhin bis zu 3.000 Euro.

Seitens der Bezirkshauptmannschaft musste der Anzeige nachgegangen werden, zum Glück für den Sportverein stellten sich die Anschuldigungen allerdings als haltlos heraus.

„Die Durchführung des Punschstandes war eine gemeinnützige Tätigkeit, daher hat die Anzeige keine Folgen und wurde zurückgelegt. Es hätte aber schon auch zu einem Verfahren kommen können“, erklärt Referatsleiter Johann Grandits.

Grandits: „Novelle muss vom Bund kommen“

„Auf große Aufregung folgte Frust, aber das ist wieder vorbei. Man muss aber schon die Sinnhaftigkeit solcher Anzeigen hinterfragen, geschrieben wurde sie von Max Mustermann aus 7001 Eisenstadt“, erklärt Wiesflecks Obmann Bruno Fako.

Bürgermeister Hans Brenner sagt dazu: „Ein Zweitagesfest hat keine Größenordnung. Die Dorfgemeinschaft wird mit solchen Aktionen geschwächt. Wir haben auch schon eine Petition unterschrieben: Vereine sollen erhalten und gefördert werden.“

Fako ist der Ansicht, dass die Politik reagieren sollte, bevor es zu spät ist: „Bevor wir und auch andere die Vereine zusperren, wir haben das schon einmal überlegt.“ Auch Grandits wäre für eine Novelle, stellt aber klar: „Da geht es um ein Bundesgesetz, es bräuchte eine Novelle vom Nationalrat. Das Land kann nur im Veranstaltungsgesetz etwas tun.“