Erstellt am 31. Juli 2014, 07:01

von Michael Pekovics

Lob für vamos-Arbeit. AMS-Chefin Helene Sengstbratl lobte das Engagement des sozial-ökonomischen Betriebs in Markt Allhau.

Gerhard Kuich, Helene Sengstbratl, Johannes Sulzbacher und Kathrin Husbauer (v.l.) stellten ihre Arbeit vor und betonten die Bedeutung für den Arbeitsmarkt. Foto: Pekovics  |  NOEN, Pekovics
AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl besucht im Sommer die Sozialunternehmen des Landes. Dazu gehört auch der sozialökonomische Betrieb vamos in Markt Allhau.

„Menschen brauchen Zeit und einen Rahmen im Leben“

„Das sind wichtige Projekte für Menschen, die sich wieder in den Arbeitsmarkt eingegliedert haben“, lobte Sengstbratl das Engagement von Geschäftsführer Gerhard Kuich und seinem Team. Laut den AMS-Beratern gibt es derzeit nämlich immer mehr Menschen, die aufgrund von psychischen Erkrankungen nicht in der Lage sind, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.

„Da braucht es Unterstützung und Hilfestellung. Diese Menschen brauchen Zeit und einen Rahmen im Leben – und genau das bieten wir ihnen hier. Unsere Betriebe dienen als Vehikel, um die Menschen wieder in den Arbeitsmarkt hinaus zu begleiten“, sagt Kuich. „Arbeit gibt es genug, man muss sie nur finden.“

Appell an Arbeitgeber: Nicht Alter, sondern Kompetenzen sehen

Laut Sengstbratl habe man die Jugendarbeitslosigkeit derzeit relativ gut „im Griff, das Auffangnetz funktioniert“. Allerdings haben nach wie vor vor allem ältere Menschen Probleme, einen Job zu finden. Deswegen appelliert Johannes Sulzbacher (vamos) an die Arbeitgeber, nicht das Alter, sondern die Kompetenzen zu sehen, die ältere Arbeitnehmer mitbringen.

Aber vamos bringt noch einen anderen gesellschaftlichen Nutzen: „Viele dieser Transitarbeitskräfte kommen bei uns zum ersten Mal mit dem Thema ‚Behinderung‘ in Berührung – und verlassen uns mit einem völlig neuen Verständnis“, sagt Kuich.