Erstellt am 28. November 2012, 00:00

„Armer“ Landessüden. Verkehr / Bezirks-ÖVP kämpft gegen die geplante Schließung der ÖBB-Güterverladestellen. Verhandlungen mit Privatanbietern seien bereits in der Endphase.

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Von Vanessa Bruckner

OBERWART / „Das Südburgenland wurde seinerzeit als Ziel-1 Gebiet eingestuft“, gibt Nationalrat Franz Glaser von der ÖVP gleich zu Begin des Pressegespräches zu bedenken. Die neue Entwicklungsstrategie zeigt aber, so Glaser, genau das Gegenteil: „Ob Kaufkraft, Bevölkerungszahl oder Arbeitnehmerverdienst: die Gunstlagen gewinnen, die benachteiligten Landesteile verlieren weiter.

Glaser: „Tor zum 

Gemeinsam mit Landtagsabgeordneter Andrea Gottweis und Oberwarts Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) fordert Glaser den Erhalt des Güter- und Personenverkehrs zwischen Oberwart und Friedberg sowie die Anbindung nach Steinamanger.

„Chancengleichheit ist das Mindeste, was der Landessüden verdient. Das bedeutet auch eine Bahnverbindung, die ähnlich attraktiv wie die im Norden ist, denn der Süden muss an die Hauptverkehrsadern angebunden bleiben“, fügt Andrea Gottweis hinzu. Sie fürchtet, dass mit der Schließung der ÖBB-Güterverladestellen in Oberwart und Pinkafeld weitere Arbeitsplätze verloren gehen. Der Verlust der Jobs im Rechnitzer Betonwerk Kölbl sei, so Gottweis, eine ernste Warnung: „Die Rail Cargo Austria will im Burgenland bis März 2013 zehn der 14 Bedienstellen zusperren. Im Mittel- und Südburgenland verschwinden damit sämtliche Güterbahnhöfe.“ Gottweis betont außerdem: „Wenn die ÖBB nicht will, dann müssen private Anbieter für den Bahnverkehr im Bezirk her.“ Die Gespräche mit solchen privaten Bahnbetreibern laufen, so die Landtagsabgeordnete, auf Hochtouren. „Es sind äußerst konstruktive Verhandlungen, vor allem, was den Güterverkehr betrifft.“

Bedenkliche Entwicklung. Jede vierte Schließung von ÖBB-Güterverladestellen in Österreich entfällt auf das Burgenland.

Vanessa