Erstellt am 08. April 2015, 09:18

von Vanessa Bruckner

Grenzenlos tanzen. Junge Asylwerber aus Rechnitz tanzen vor dem ganzen Land. Erfolg vom letzten Jahr findet im Mai seine Fortsetzung.

Engagiert. Viermal die Woche proben die Jungs. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Der Intendant des international bekannten Festivals „Impulstanz“, Karl Regensburger, war so begeistert, dass er das Stück vom Fleck weg für seine Produktion gekauft hat.

Die Rede ist vom Erfolg der Burgenländischen Tanztage, bei denen 2014 erstmals auch jugendliche Asylwerber vom Haus der Jugend in Rechnitz mitwirkten.

„Habe ihnen erklärt, dass Tanz auch eine Sprache ist“

„Den Jungs hat die Mitarbeit so gut gefallen, dass es heuer wieder eine Zusammenarbeit mit den Tanztagen gibt“, bestätigt Pascal Steiner, Mitarbeiter des Diakonie Flüchtlingsdiensts. Den Anstoß zu dieser Kooperation gab Tanzlegende Liz King, die in ihrer Funktion als Integrationsbotschafterin an die Jungs herantrat.

„Ich habe ihnen erklärt, dass Tanz auch eine Sprache ist und das Projekt eine wunderbare Chance sei, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren“, sagt King.

Highlight: „Sofa Surfers“-Sänger als Choreograf

Sechs junge Asylwerber aus Afghanistan, Somalia und der Elfenbeinküste tanzen heuer beim Stück „Songs of the Water/Tails of the Sea“ mit, dass bei den 10. Burgenländischen Tanztagen von 8. bis 10. Mai im OHO aufgeführt wird.

Ein Highlight für die Jungs ist dabei ihr Choreograf, Mani Obeya, der auch Sänger der Band „Sofa Surfers“ ist. Er selbst stammt ursprünglich aus Nigeria und „vermittelt den Jungs Verständnis und Hoffnung“, so Liz King überzeugt.

Hamid Alizada aus Afghanistan ist einer der Tänzer. Er sagt: „Tanzen hilft mir, meine Vergangenheit für den Moment vergessen zu können.“