Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Aufbruch in neue Zeit. 30 JAHRE OHO / Das OHO feiert seinen 30. Geburtstag analog zu seiner Entstehung mit Diskussion, Musik und Komödie.

Im Frühjahr 1980 wurde der „Verein Jugendhaus“ ins Leben gerufen, am 11. November zog der Verein in das heutige OHO, das erst im Jahr 1989 unter diesem Namen bekannt wurde.ZVG  |  NOEN
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OBERWART / Im Frühjahr 1980 wurde vom Bewährungshelfer Dr. Ferdinand Mühlgassner, der HBLA-Direktorin Mag. Evelyn Messner, dem Oberwarter Schriftsteller Peter Wagner und vielen anderen, noch heute engagierten Menschen des Bezirks die Gründung eines „Vereins Jugendhaus“ initiiert.

Am 11. November 1980 bezog der Verein das Gebäude in der Lisztgasse 12 – und dort ist das OHO bis heute zu finden. Es verfügte über einen Saal mit Bühne, in dem schon in den Fünfzigerjahren Theater gespielt wurde, sowie über geeignete Räume für Büros und ein Café. Es war ein Aufbruch in eine neue Zeit, der von zahlreichen regionalen politischen Initiativen im Jugendhaus gestartet wurde.

Dazu gehörten die Friedensbewegung, antifaschistische Aktivitäten, die Emanzipationsbewegung, die Antiatombewegung und viele mehr. Bald war das Haus Treffpunkt der sogenannten Subkultur mit all ihren Facetten und Widersprüchen, aber auch kreativem Potenzial. Aus diesem Selbstverständnis heraus vollzog das ehemalige Jugendhaus 1989 mit Horst Horvath die Verwandlung in das OHO, ein autonomes Kultur- und Kommunikationszentrum für zeitgenössische Kunst. Häuser wie das OHO haben die Aufgabe, den kreativen Diskurs aufrecht zu erhalten, auch wenn dieser nicht den gängigen Vorstellungen entspricht. Dabei geht es nicht darum, um alles in der Welt gegen den Strom zu schwimmen, sondern um das Aufzeigen von kulturellen und gesellschaftlichen (Gegen)Strömungen – sei es als Spiegel, sei es als Beispiel oder als Mahnung an die bestehenden Verhältnisse.