Erstellt am 02. November 2011, 00:00

Auflagen für Ruine: Frist bis Ende November. INNENSTADT / Baupolizei hat Ruine begutachtet. Eigentümer werden sechs Auflagen vorgeschrieben, die umzusetzen sind.

Von den Bäumen fallen Blätter, von der Ruine Mauerteile: In den nächsten zwei bis vier Wochen hat der Eigentümer der Bauruine sechs Maßnahmen umzusetzen, sonst droht der Abrissbescheid. PEKOVICS  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Ende September ist der Baubescheid für die Bauruine in der Innenstadt abgelaufen. Die vom Eigentümer Technopark Raaba in Aussicht gestellten neuen Pläne sind nicht bei der Gemeinde eingetroffen (die BVZ berichtete).

Mittlerweile hat die Baupolizei (Baumeister der Stadtgemeinde) das Gebäude begutachtet und mehrere Mängel festgestellt. Per Bescheid vom 19. Oktober wurden dem Eigentümer mehrere Auflagen vorgeschrieben, die innerhalb einer Frist von zwei bis vier Wochen zu erfüllen sind:

Statisches Gutachten: Innerhalb von 14 Tagen ist ein statisches Gutachten erstellen zu lassen, die Kosten dafür muss Technopark Raaba tragen.

Brandschutz-Gutachten: Ebenfalls innerhalb von zwei Wochen ist der Stadtgemeinde ein Brandschutz-Gutachten vorzulegen, das von Technopark Raaba zu bezahlen ist.

Gestaltung der Fassade: Die Fassade muss „umgehend“ neu gestaltet werden, um ein „dem Ortsbild gerechtes Erscheinungsbild“ zu bieten.

Absturzsicherung: Ebenfalls unverzüglich muss der Rohbau mit Absturzsicherungen versehen werden.

Lose Mauerteile: Auf der südlichen Gebäudeseite (Einfahrt zum Rotundenparkplatz) sind einige Mauerteile lose. Diese müssen umgehend entfernt werden.

Baubewilligung: Innerhalb von vier Wochen muss der Eigentümer um Erteilung einer Baubewilligung ansuchen. Dazu sind neue Pläne notwendig.

Zuletzt hatte die Technopark Raaba gegenüber der BVZ gemeint, dass im Gebäude 25 betreubare Wohneinheiten entstehen sollen. Auf die Pläne wartet die Stadtgemeinde aber bis heute.

Bis zu Redaktionsschluss wurde am Gebäude nicht gearbeitet. Wenn die von der Baupolizei vorgeschriebenen Auflagen nicht umgesetzt werden, ist sogar ein Abrissbescheid für den Rohbau möglich. „Das wird sicher nicht einfach“, weiß Bürgermeister Gerhard Pongracz. „Jetzt warten wir einmal ab, ob der Eigentümer die Auflagen des Bescheids erfüllt oder nicht.“

Ursprünglich hätte aus der aktuellen Ruine das „iV Center“ werden sollen. Die Immobilienfirma ging aber Konkurs, der Rohbau in die Konkursmasse ein. Ursprünglich gehörte das Gebäude der Steiermärkischen Sparkasse, dann ging der Rohbau in das Eigentum der Technopark Raaba über. Seit fünf Jahren steht die Ruine im Stadtzentrum.