Erstellt am 03. April 2013, 00:00

Auf ökologischem Weg. Vorhaben / Schlacher will heuer auch Getränkeproduktion nach Wolfau verlegen und gleichzeitig neue Richtung in Sachen Energie einschlagen

Getränkeunternehmen Schlacher  |  NOEN, Archiv
Von Silke Rois

WOLFAU / Genehmigung für die Umsetzung gibt es noch keine, der Plan und die Vision aber stehen fest: mittels einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und einem kleinen Kraftwerk hinter der Firma, in dem Biogas verwandelt wird in Strom und Wärme, möchte sich das Getränkeunternehmen Schlacher auf seinem Gelände in Wolfau in Zukunft komplett mit Öko-Energie versorgen.

„Regional, nachhaltig, bewusst und gesund“  

Möglich werden soll das über eine Verbindung zu Christoph Hallers Biomasse-Anlage im benachbarten Allhau. Seit 2008 wird dort nämlich aus dem Mist von mehr als 1000 Rindern so viel Strom und Wärme erzeugt, dass 80 Prozent aller Haushalte in Allhau damit versorgt werden könnten, und nun soll diese Energie bald dem Getränkehersteller zugeführt werden.

Entsprechende Leitungen müssten dafür errichtet werden sowie ein mit allen erforderlichen Geräten ausgestatteter Container auf dem Firmengelände, aber nichts davon hätte Lärm oder Gestank zur Folge, erläutern Haller und Arndt Schlacher, und deshalb gehen sie auch nicht davon aus, dass dem Genehmigungsverfahren etwas im Wege steht.

Nächste Woche findet die Verhandlung statt, bei der alle bautechnischen sowie elektrizitätsrechtlichen Aspekte geklärt werden. Und „wenn alles gut läuft“ und auch die Verlagerung der Getränkeproduktion von Markt Allhau nach Wolfau noch heuer wie geplant über die Bühne gehen kann, soll das Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund einer Million Euro „in den nächsten ein bis zwei Jahren“ realisiert werden.

Die Energieerzeugung und -versorgung durch Biogas und durch eine Photovoltaik-Anlage, deren Errichtung ebenfalls rund eine Million Euro kosten wird, macht aber nur einen Teil von Schlachers ökologisch orientierten Visionen und Ansätzen aus. In den Hallen kommen ausschließlich Elektro-Stapler zum Einsatz, und völlig „C02-neutral Getränke zu produzieren“ heißt das langfristige Ziel.

„Regional“, „nachhaltig“, „qualitativ“, „umweltbewusst“ und „gesund“ lauten die Schlagworte, mit denen er die Produktion und die Produkte seines Unternehmens beschreibt. „Eine Zukunftsvision ist auch, dass es uns irgendwann gelingt, kleine, kompostierbare Flaschen herzustellen“, erzählt Schlacher.

Die aktuellen Produkte der Firma Schlacher werden bei der Hausmesse am 14. und 15. April präsentiert.