Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Aufregung durch „FPO“. NEUE LISTE / Ernst Karner tritt mit seinem Team nicht für die FPÖ an. Er geht mit „FPO“ als Spitzenkandidat ins Rennen.

VON DANIEL FENZ

OBERSCHÜTZEN / Die Wogen innerhalb der Freiheitlichen Partei gingen in der Vorwoche hoch. FPÖ-Gemeinderat Ernst Karner wird nicht als Spitzenkandidat für seine Partei antreten. Ernst Karner und Klaus Just sowie ihr Team werden unter dem Namen „FPO – Freiheitliche und Parteifreie Oberschützen“ ins Rennen gehen.

FPÖ-Klubobmann Johann Tschürtz ärgert sich darüber: „Ernst Karner hat uns schon öfters hintergangen. Ich hatte ihm gesagt, er solle als Liste Karner oder für die FPÖ kandidieren. Mit FPO sorgt er für ein parteischädigendes Verhalten.“ Ernst Karner: „Wir führten mit Hans Tschürtz Gespräche und teilten ihm mit, dass wir als ’FPÖ und Unabhängige‘ kandidieren. Wir arbeiten ausschließlich für die Gemeinde und hoffen auf einen Zugewinn“, erklärt Karner. In der neuen Partei sollen sich zehn FPÖ-Mitglieder und 20 freie Kandidaten befinden.

„Seitens der FPÖ wird Karner mit einem Ausschluss aus der Partei rechnen müssen. Dieser wird in den nächsten Tagen passieren“, sagte Johann Tschürtz. Seine Stellvertreterin in der Landespartei, Ilse Benkö: „Es könnte auch zu einer Klage kommen.“ Bürgermeister Günter Toth meinte: „Ich mische mich nicht ein. Ich weiß nur, egal wo Ernst Karner antritt, dass ich mit ihm gut zusammenarbeiten kann. Das gilt vor, während und nach dem Wahlkampf.“