Oberwart

Erstellt am 29. Juli 2016, 12:38

von Michael Pekovics

Roma-Gedenkstätte: Land prüft Kauf. Roma-Gedenkstätte wird in der Ediktsdatei zum Kauf angeboten. Mit dem Erlös wäre der Konkurs des Roma-Vereins abgewendet.

Stellte den Kontakt zum Land her. Ex-Bürgermeister und Vorstandsmitglied Gerhard Pongracz.  |  BVZ

Seit 1995 gibt es die Roma-Gedenkstätte am Stadtrand. Sie soll an das Attentat von Franz Fuchs im Feber 1995 erinnern, bei dem Peter Sarközi, Josef Simon sowie Karl und Erwin Horvath durch eine Sprengfalle getötet wurden.

Rosner: Derzeit Prüfung des Kaufvertrags

Seit 21. Juli kann genau diese Gedenkstätte mit dem umliegenden Grundstück um 42.000 Euro gekauft werden. Das Angebot ist im Internet auf der Homepage „Ediktsdatei“ abrufbar, eingestellt wurde es von Rechtsanwalt Wolfgang Steflitsch, der gleichzeitig auch als Masseverwalter des im April 2016 in den Konkurs geschickten Roma-Vereins fungiert (siehe dazu Seite 13 der dieswöchigen Oberwarter BVZ).

„Um eine Liegenschaft im Rahmen eines Konkurses überhaupt verkaufen zu können, muss man diesen Weg gehen“, erklärt Steflitsch.

Über den Oberwarter Ex-Bürgermeister Gerhard Pongracz, der gleichzeitig auch Vorstandsmitglied des Roma-Vereins ist, wurde kürzlich ein Kontakt zum Land Burgenland hergestellt. Dort besteht zwar Interesse an der Liegenschaft, konkrete Details dazu will man aber noch nicht nennen: „Es gibt Überlegungen in diese Richtung.“

Auch Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) hat schon einige Gespräche geführt, derzeit wird der im Jahr 1995 aufgesetzte Kaufvertrag geprüft: „Vielleicht gibt es darin ja eine Klausel, wir müssen uns die Sache erst genauer anschauen“, sagt Rosner. Mit dem Verkaufserlös von 42.000 Euro wäre der Roma-Verein gerettet und könnte seine Arbeit ungestört fortsetzen.