Erstellt am 12. September 2012, 00:00

Aus: Der Mörbischer Schöllkraut-Traum. Betrugsverdacht / „Ukrain“-Hersteller verhaftet. Schöllkraut-Anbau in Mörbisch platzt. Gemeindeanwalt prüft Rückkauf von Gründen.

Krautacker. Auf diesem Feld und weiteren Gründen in den Rieden Obere und Untere Wasser sollte Schöllkraut in großem Stil angebaut werden. Geschehen ist auf den Feldern bis heute nichts.Nina Sorger  |  NOEN
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Von Nina Sorger

MÖRBISCH/WIEN / Vorbei ist der Traum von der Krebsmittelfabrik: Der Besitzer jener Firma, die vor drei Jahren Gründe in Mörbisch aufgekauft hatte, um dort Schöllkraut für ihr Krebsmittel Ukrain anzubauen, wurde vergangene Woche in Wien verhaftet. Er steht im Verdacht, jenes Ukrain – das im EU-Raum nicht zugelassen ist – als „Allheilmittel gegen alle möglichen Krebsarten, AIDS und andere Krankheiten vertrieben zu haben“, so Mario Hejl vom Bundeskriminalamt: „Weltweit gibt es Tausende Geschädigte, in Österreich ein paar Hundert.“

Im Auftrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wurden zwei Festnahmen und 26 Hausdurchsuchungen durchgeführt. Zehn Personen, darunter auch jener Mörbischer, der das Projekt einst in die Seegemeinde brachte, wurden ebenfalls vernommen.

Eines scheint klar: Mit dem großen Schöllkraut-Geschäft, der vor drei Jahren versprochenen Produktionshalle und den in Aussicht gestellten „zehn bis 15 Arbeitsplätzen“ wird es vorerst nichts, denn die Firma ist bis auf Weiteres geschlossen.

Wie jene, die von dem Projekt damals begeistert waren, auf das mutmaßliche Aus reagierten und was aus den Anbauflächen werden könnte, lesen Sie in der aktuellen Printausgabe der BVZ.