Erstellt am 12. Mai 2011, 14:02

Aus für Bahnlinie - Grüne üben Kritik. Die Grüne Umweltsprecherin und Nationalratsabgeordnete Christiane Brunner hat betreffend der Schließung der Bahnlinie Oberwart-Friedberg Landeshauptmann Hans Niessl kritisiert.

Die Aufrechterhaltung und der Ausbau dieser Bahnstrecke sei im Jahr 2000 Bedingung der Grünen gewesen, um Niessl zum Landeschef zu wählen, sagte Brunner bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Eisenstadt. Dieses "Versprechen" wurde nicht eingehalten, die Linie soll mit 1. August eingestellt werden. Der Grund dafür sei die niedrige Fahrgastzahl.

Dass weniger Menschen, meistens Pendler, die Bahnstrecke nutzen als noch in den Jahren zuvor, ist für Brunner klar. Wenn man das Angebot nicht attraktiver mache, sondern sogar wichtige Fahrzeiten von den Plänen streiche, sei das eine logische Schlussfolgerung, sagte die Grüne Umweltsprecherin, die selbst aus dem Südburgenland stammt.

Mit der Einstellung des Personenverkehrs zwischen Oberwart und Friedberg sei auch der Gütertransport auf dieser Strecke gefährdet, dieser müsse nämlich in Zukunft die gesamten Kosten abdecken. Dass die Bahnlinie mit 1. August eingestellt wird, sei "nicht in Stein gemeißelt". "Wir werden massiven Widerstand leisten", so Brunner. Als nächsten Schritt habe man diesbezüglich eine in der Region gestartete Petition im Nationalrat eingebracht.

"In zehn Jahren ändern sich die Umstände und es muss immer aufs Neue evaluiert und flexibel darauf reagiert werden", teilte Veronika Maria, Pressesprecherin des Landeshauptmanns, auf Anfrage der APA mit. Wenn die Bahn nicht angenommen werde, müsse man sich etwas anderes überlegen. Als Ersatz für den Zug soll nun ein Komfort-Bus kommen, ein entsprechendes Konzept werde erstellt. Dieser Umstieg bedeute effizienteren Einsatz der Steuermittel, so Maria. Außerdem sei die Einstellung auch eine Entscheidung der ÖBB.