Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Aus TPO wurde WSO: Kinzl bleibt Doppelchef. GEMEINDERATSSITZUNG / Technologiepark (TPO) wird umgetauft, Josef Kinzl bleibt aber Chef. informevents nicht betroffen.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Bis zum Ende des ersten Quartals jeden Jahres – also bis Ende März – muss jede Kommune den Rechnungsabschluss für das vorangegangene Jahr beschließen. Das war aber nur einer der Punkte, die auf der jüngsten Gemeinderatssitzung (Dienstag, 29. März, nach Redaktionsschluss) mehrheitlich oder nur mit Stimmen der SPÖ beschlossen wurden.

Aus Technologiepark wird  nun Wirtschaftsservice

Eine der spannendsten Fragen wurde dabei aber auf alle Fälle gelöst: Nämlich wie es mit der TPO (Technologiepark Oberwart GmbH) weitergehen soll. Die gemeindeeigene Gesellschaft wurde bei der Sitzung in WSO (Wirtschaftsservice Oberwart GmbH) umbenannt. Grund dafür ist laut Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) der geplante Neubau des städtischen Internats. „Das ist eine rein wirtschaftliche Überlegung, weil sich die Stadtgemeinde beim Neubau die Steuern erspart.“ Geschäftsführer bleibt weiter SPÖ-Gemeinderat Josef Kinzl, der zugleich auch die Geschicke der zweiten Gemeindegesellschaft informevents leitet. Im Vorfeld gab es Gerüchte, dass auch die informevents in die TPO (jetzt WSO) eingegliedert werden könnte. Das wird aber nicht umgesetzt. „Eine Verschmelzung wäre aus steuerrechtlicher Sicht nicht klug“, sagen Kinzl und Pongracz unisono. Schließlich sei die eine Gesellschaft gewinnbringend (informevents), die andere nicht: „Die WSO ist eine ‚Non-Profit Gmbh, während informevents eine Vermietungs GmbH ist.“

Für Vizebürgermeister Georg Rosner (ÖVP) bleiben einige Fragen offen: „Die TPO bekommt jetzt also nur ein anderes Mascherl umgehäng

t. Bleibt die Frage, was mit den Mitarbeitern passiert, die ja bei Gründung einer neuen GmbH zu kündigen und neu aufzunehmen sind – inklusive der möglichen Auszahlung von Abfertigungen.“

Rechnungsabschluss dürfte  für Diskussionen sorgen

Keine Zustimmung der ÖVP dürfte es bei der gestrigen Gemeinderatssitzung für den eingangs erwähnten Rechnungsabschluss gegeben haben. Bereits im Gemeindevorstand soll es zu Auseinandersetzungen zwischen SPÖ und ÖVP gekommen sein. Pongracz will das so nicht bestätigen: „Es wurde diskutiert, ob fällige Rechnungen reingenommen werden sollen oder nicht. Unser externer Experte Heli Gratz hat das aber schnell bereinigt.“ Für Rosner ist „der Rechnungsabschluss verfälscht. Nimmt man alle Rechnungen mit hinein, wie von der Gemeindeabteilung laut einer Prüfung vom Oktober vorgeschrieben, dann haben wir keinen Sollüberschuss sondern einen Abgang.“