Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Ausbau rentiert sich nicht. PROBLEMATISCH / Bewohner der Ortsteile Schmiedraith und Aschau surfen langsam im Internet. Ein Ausbau dürfte seitens der Telekom trotzdem nicht geplant sein.

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VON DANIEL FENZ

SCHMIEDRAITH/ASCHAU / In Zeiten wie diesen sollte es wohl selbstverständlich sein, mit einer passablen Verbindung im Internet surfen zu können. Doch im Südburgenland trifft dies noch nicht auf jeden Ort beziehungsweise jeden Ortsteil zu.

Denn die Ortsteile Schmiedraith und Aschau können das Internet nur erschwert nutzen. Familie Steiner sprach mit der BVZ über das Problem: „Wir konnten zwar noch bis Ende Juni das Internet mit dem Anbieter ‚WIMAX‘ nutzen. Doch dann bekamen wir einen Brief, dass der Anbieter seine Dienste einstellt.“ ‚Bnet‘ erklärt die Problematik: „Nachdem ‚WIMAX‘ im Februar 2010 in Konkurs ging, versuchten wir, eine passable Lösung zu finden. Die wirtschaftliche Gesamtlage war ein zusätzliches Hindernis. Die Geschäftsführung fällte den Entschluss, dass eine Weiterführung der Versorgung in diesen beiden Ortsteilen wirtschaftlich nicht rentabel ist.“

‚Bnet‘ verfügt über einen Funksender in Mariasdorf, doch dieser ist zu weit entfernt, um eine Verbindung für die Kunden aufbauen zu können. „Außerdem kostet uns der Ausbau rund 20.000 Euro. Wenn wir das aus der eigenen Tasche zahlen müssen und es bleiben fünf bis sieben Kunden übrig, rentiert sich der Ausbau nicht“, heißt es seitens Bnet. Bürgermeister Günter Toth: „Wir bemühen uns seit einiger Zeit, Klarheit zu bekommen. Wir wollen eine langfristige Lösung.“ Toth wird bei der Gemeinderatsitzung am Freitag über die Weiterentwicklung in der Causa berichten.

Seitens der Presseabteilung von der Telekom Austria gab es dazu folgende Stellungsnahme: „Der Ortsteil Aschau ist Teil des ‚ELER‘ Burgenland-Projekts Los III (EU-Förderprogramm für infrastrukturschwache Regionen). Die Entscheidung bezüglich einer Zuteilung ist noch offen. Schmiedraith ist nicht Teil von ‚ELER‘. Aus wirtschaftlichen Gründen ist bei beiden Ortsteilen seitens A1 aus heutiger Sicht ohne ‚ELER‘-Förderung kein Ausbau – weder von Festnetz noch von Mobil – vorgesehen“, sagte Dandrea Livia von der Telekom Austria (A1).