Erstellt am 11. Januar 2012, 00:00

AVITA: Kroaten kommen wieder. TRAININGSLAGER / Gute Kontakte nach Kroatien machen sich bezahlt. Im Mai bereitet sich das Nationalteam auf die Europameisterschaft vor.

Peter Prisching bleibt am Ball: „Trainer Slaven Bilic hat betont, dass die Verbundenheit zu uns noch spürbar ist.“ARCHIV/FENZ  |  NOEN
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VON SARAH BAUMGARTNER UND

MICHAEL PEKOVICS

REGION / Auch wenn es (noch) nicht wirklich kalt ist, ein Besuch in einer der beiden südburgenländischen Thermen stand für viele Menschen zwischen Weihnachten und Dreikönig ganz oben auf der Liste. „Einerseits durften wir viele Stammgäste begrüßen, andererseits kamen auch neue Besucher aus Wien, Niederösterreich und dem Nordburgenland“, freut sich AVITA-Geschäftsführer Peter Prisching. „Im Vergleich zum Vorjahr zählten wir um 27 Prozent mehr Gäste, die neue AVITA-Therme hat voll eingeschlagen.“ Auch im Hotel AVITA war die Auslastung mit 100 Prozent perfekt. „Mehr Betten geht nicht, wir waren total voll“, jubelt Prisching. Pro Tag pilgerten rund 1.000 Menschen in die ehemalige Burgenlandtherme. Besonders erfreut ist der Geschäftsführer über die Tatsache, dass wieder mehr junge Menschen die Therme besuchen: „Das zeigt, dass das neue Produkt AVITA-Therme erfolgreich ist.“

Auch in Stegersbach gab es kaum eine freie Liege. „Wir waren quasi immer voll und mussten die Therme zeitweilig auch sperren“, erzählt Thermenleiterin Karina Weinbacher. Rund 1.300 Gäste wurden pro Tag gezählt. „Und natürlich war auch das Reiter?s Resort, so wie auch schon im Vorjahr, voll ausgelastet“, sagt Weinbacher.

Einige Gäste mussten  abgewiesen werden

Dass die abgewiesenen Kunden nicht gerade erfreut waren, ohne einen Besuch der Therme Bad Tatzmannsdorf oder Stegersbach wieder nach Hause fahren zu müssen, liegt auf der Hand. Derzeit bietet nur die St. Martinstherme die Möglichkeit eines Online-Ticketkaufs an, allerdings müssen die Karten bis 10 Uhr abgeholt werden. In der Praxis seien Online-Reservierungen schwer umsetzbar, sagt Weinbacher: „Einerseits weiß man nie, wie viele Gäste aus den Hotels kommen, andererseits, weil dann vielleicht Gäste, die schon um 9 Uhr kommen, abgewiesen werden müssen.“ An voraussichtlich starken Tagen, wie es zum Beispiel der Dreikönigstag war, raten die Thermen-Verantwortlichen zu einer frühen Anreise, um dann auch wirklich eine freie Liege zu ergattern.

BAD TATZMANNSDORF / Das kroatische Nationalteam kommt wieder nach Bad Tatzmannsdorf, um sich auf die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine vorzubereiten. Noch in dieser Woche werden die letzten Details verhandelt, erzählt AVITA-Geschäftsführer Peter Prisching: „Der Besuch des Nationalteams ist für den Mai geplant. Ich freue mich schon darauf, es ist eine große Ehre, Kroatiens beste Fußballer bereits zum zweiten Mal begrüßen zu dürfen.“

Das erste Mal war das kroatische Nationalteam im Rahmen der Euro 2008 zu Gast. Der Besuch dürfte den Verantwortlichen so gut gefallen haben, dass sie sich vier Jahre später wieder für Bad Tatzmannsdorf entschieden haben. Das war aber nicht der einzige Grund, wie Prisching erzählt: „Viele Regionen kämpfen darum, so eine Mannschaft begrüßen zu dürfen. Den Kroaten hat es gefallen, dass wir persönlich vor Ort waren.“ Laut Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP) werden pro Jahr bereits 30.000 Nächtigungen mit Fußball-Tourismus erzielt: „Mit der Plattform bestoffootball.at vermarkten wir uns noch besser.“