Erstellt am 26. Februar 2014, 23:59

von Michael Pekovics

Bahn: Frist läuft ab. Oberwart, Oberschützen, Bad Tatzmannsdorf | „Frowos“ müssen Bahnhof Oberschützen bis Ende Feber räumen. Bei Treffen wurden neue Gespräche für Mitte März fixiert.

Von Michael Pekovics

Die endlose Geschichte rund um die Bahn generell und die Museumsbahn Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf-Oberwart speziell ist um ein Kapitel reicher.

Bei einem Treffen der Bürgermeister mit Landesverkehrskoordinator Peter Zinggl am Freitag wurde vereinbart, sich Mitte März zu weiteren Gesprächen zu treffen – der Ausgang ist ungewiss.

„Das ist keine Art, wie man mit Geschäftspartnern umgeht“

Für die „Frowos“ (Freunde der Bahnlinie Oberwart-Oberschützen) ist jedenfalls Feuer am Dach. Sie müssen nämlich das Bahnhofsgelände in Oberschützen bis Ende Feber räumen. Tun sie das nicht, kann der Eigentümer, die Südburgenländische Regionalbahn (SRB), einen Exekutionstitel verhängen.

Laut SRB-Geschäftsführer Adolf Schuch soll jetzt jedenfalls mit der Verwertung von Grundstücken begonnen werden, weil das Land keine Anstalten macht, den im Jahr 2010 zugesicherten Kauf der Strecke auch zu vollziehen. „Das ist keine Art, wie man mit Geschäftspartnern umgeht“, ärgert sich Schuch, der aber weiter zu Verhandlungen bereit ist: „Wenn Nägel mit Köpfen gemacht werden.“

Kurbad AG-Direktor dafür, dass sich auch die Gemeinden beteiligen

Und das passiere derzeit gerade, versichert Landesverkehrskoordinator Peter Zinggl: „Mit dem Kauf alleine ist es ja nicht getan, da braucht es schon ein Projekt mit einem Betriebskonzept. Die Gemeinden und die Kurbad AG sind mit im Boot.“

Das bestätigt Kurbad AG-Direktor Rudolf Luipersbeck: „So wie bei der Draisinentour im Mittelburgenland sollen sich auch die Gemeinden Oberwart, Oberschützen und Bad Tatzmannsdorf beteiligen.“ Auf Nachfrage der BVZ stehen sowohl Georg Rosner, Stadtchef in Oberwart, als auch Ernst Karner, Bürgermeister von Bad Tatzmannsdorf positiv, einem möglichen Projekt positiv gegenüber, aber: „Die Rahmenbedingen müssen passen, die Verhältnismäßigkeit muss gegeben sein.“

Und was machen jetzt die „Frowos“? „Abwarten“, sagt Obmann Herbert Glotz: „Wir haben sowohl zur SRB als auch zu Landeshauptmann Hans Niessl ein gutes Gesprächsklima. Ich gehe davon aus, dass die Zusagen seitens des Landes, immerhin von Niessl persönlich, auch eingehalten werden.“