Erstellt am 29. Mai 2014, 06:01

von Michael Pekovics

Bahnhof zu verkaufen. Oberschützen, Bad Tatzmannsdorf / Immobilien-Gesellschaft wurde mit Verwertung der Grundstücke der Südburgenländischen Regionalbahn beauftragt.

Verkauf eingeleitet. Ohne Rückbaubescheid ist Verwertung schwierig.  |  NOEN, BVZ
Der nächste Akt im Drama rund um die Bahnstrecken im Bezirk Oberwart ist eingeläutet. Wie jetzt bekannt wurde, ist die Verwertung der Grundstücke bei den Bahnhöfen in Bad Tatzmannsdorf und Oberschützen in vollem Gange.

Sieben Interessenten, aber Warten auf Genehmigung

Eigentümer ist die Südburgenländische Regionalbahn mit Geschäftsführer Adolf Schuch. Gegenüber der BVZ bestätigt er, dass die geplante Verwertung von einer Immobiliengesellschaft der Bank Austria unterstützt wird. „Derzeit haben sich allein bei mir schon sieben Interessenten gemeldet“, sagt Schuch, der noch auf den Abrissbescheid der Bezirkshauptmannschaft wartet: „Aber der wird bald kommen.“

Das wiederum können sich weder Oberschützens Bürgermeister Günter Toth noch Landesverkehrskoordinator Peter Zinggl vorstellen. „Damit die Grundstücke in weiterer Folge genutzt werden können, braucht es eine eisenbahnrechtliche Genehmigung. Wenn trotzdem verkauft wird, muss eben der Käufer um den Rückbau ansuchen, sonst kann er nichts damit machen.“

„Partner ohne realistische Preisvorstellungen“

Toth bestätigt, dass es bereits Anfragen der Immobiliengesellschaft bezüglich gewünschter Umwidmungen gegeben hat: „Das haben wir aber verweigert, niemand kann uns zu Umwidmungen zwingen. Wir stehen den Frowos (Anmerkung: Freunden der Bahnlinie) nicht im Weg, das haben wir ihnen versprochen.“

Toth will nun einmal den Bescheid der BH abwarten, schließlich gebe es weiter das Interesse, die Museumsbahn in Oberschützen zu halten: „Das Problem ist aber, dass wir einem Partner gegenüberstehen, der keine realistischen Preisvorstellungen hat.“ Gerüchten zufolge sollen die Grundstücke einen Wert von rund 700.000 Euro haben.