Erstellt am 22. März 2012, 15:31

Bahnsignalkabel gestohlen - Diebesbande ausgeforscht. Eine neunköpfige Bande, die für Kupferkabeldiebstähle mit einem Schaden von mindestens 40.500 Euro in der Steiermark und im Burgenland verantwortlich gemacht wird, haben burgenländische Kriminalisten ausgeforscht.

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Im Oktober des Vorjahres hatten Polizisten beim Grenzübergang Schachendorf (Bezirk Oberwart) einen 33-jährigen Ungarn festgenommen und 1.500 Kilogramm Bahnsignalkabel sichergestellt. Ermittlungen brachten sie auf die Spur der Diebesbande, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Donnerstag.

Die in Stücke geschnittenen, drei Zentimeter dicken Signalkabel, die der Ungar in einem Kastenwagen transportiert hatte, stammten von einem Lagerplatz im steirischen Stainach (Bezirk Liezen). Auch zumindest zwei weitere Einbrüche in Stainach und in Bernstein (Bezirk Oberwart) im Burgenland, die im April und im Oktober 2011 verübt worden waren, sollen auf das Konto der Gruppe gehen, die aus Männern im Alter von 20 bis 49 Jahre bestand.

Die Bande verwendete laut Exekutive meist mehrere Fahrzeuge und wechselte öfter die Routen. Um nicht erwischt zu werden, sollen die Verdächtigen auch ein Vorausfahrzeug eingesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat gegen sechs Männer EU-Haftbefehle ausgestellt. Zwei Ungarn im Alter von 26 und 38 Jahren werden ebenfalls gesucht. Der 33-Jährige sitzt nach wie vor in Eisenstadt in U-Haft. Ob die Bande auch andere Kabeldiebstähle in Österreich verübt hat, sollen weitere Ermittlungen klären.