Erstellt am 22. Juni 2016, 04:50

von Vanessa Bruckner

Bambi auf burgenländisch: Ein Herz für Tiere. Die Bad Tatzmannsdorfer Tierschützerin Sabine Gollnhuber zieht Rehkitz „Bambina“ mit dem Fläschchen groß. Keine leichte Aufgabe - aber eine schöne.

Aufopfernd. Den Schlafmangel sieht man Sabine Gollnhuber nicht an. Und das, obwohl die Tierschützerin im Dreistunden-Rhythmus das Flascherl für die kleine Bambina aufwärmt. Nach einer kritischen Phase sieht es jetzt wieder gut für das Rehkitz aus. »Herzlichen Dank an dieser Stelle dem Tierarzt Thomas Neudecker und seinem Team. Ohne deren Hilfe hätte ich Bambina wohl nicht durchgebracht«, ist Gollnhuber überzeugt. Foto: Vanessa  |  Vanessa Bruckner

Sie ist der einzige Drilling, der überlebt hat. Rehkitz „Bambina“ hatte wirklich großes Glück im Unglück.

Ihre Mutter wurde von einem Auto erfasst und starb mit offener Bauchwunde. Darin befanden sich gleich drei Rehkitze – aber nur das kleine Rehfräulein schlug dem Tod wahrhaft ein Schnäppchen.

„Ich hoffe, wir bringen die Kleine durch“

Beherzte Jäger brachten das Jungtier zu Szilvia Gancs in Redlschlag, die sich die ersten Tage aufopfernd um das kleine Tier kümmerte.

Jetzt ist die kleine Rehdame umgezogen und wohnt nun bei - wie könnte es anders sein – Tierschützerin Sabine Gollnhuber. „Alle drei Stunden bekommt sie ihr Fläschchen. Die Prozedur dauert schon auch eine ganze Weile. Ich hoffe, wir bringen die Kleine durch“, so Gollnhuber, die gar nicht mehr zählen kann, wie viele Tiere sie in ihrer privaten „Arche Noah“ im südburgenländischen Sulzriegel bereits großgezogen oder gesund gepflegt hat.

„Vom Ziegenbock bis hin zum Eichkätzchen, Fledermäuse und Hasen, da war schon alles dabei“, erzählt die 48-Jährige mit dem großen Herz für Tiere.

Die kleine Bambina schläft aktuell noch unter der Rotlichtlampe und kämpft sich, so Ziehmami Sabine, „wirklich Tag für Tag ein bisserl mehr ins Leben hinein.“