Erstellt am 28. Mai 2014, 09:32

von Michael Pekovics

Bank betreibt EKO. Oberwart / Lösung für das Einkaufszentrum in der Stadt ist gefunden: Bank Burgenland-Tochter verwaltet und will auch investieren.

Das EKO in Oberwart.  |  NOEN
Die Betriebe im Einkaufszentrum EKO können beruhigt in die Zukunft schauen. Wie Bank Burgenland-Vorstand Gerhard Nyul bestätigte, wird eine Gesellschaft der Bank die Gebäude übernehmen.

Bis zuletzt war kein Käufer gefunden worden

Zur Vorgeschichte: Im Mai 2013 stellte die Immocommerz Liegenschaftsverwertung GmbH, damals Eigentümer der Gebäude des Einkaufszentrums EKO, einen Antrag auf Sanierungsverfahren. Die Schulden beliefen sich auf 3,1 Millionen Euro.

Im August 2013 stellte die Bank Burgenland in Aussicht, dass sie die Gebäude übernehmen wird, sollte sich kein Käufer findet. Das Grundstück befindet sich ja bekanntlich im Eigentum der reformierten Kirche, die dafür Miete kassiert.

Am Montag bestätigte Nyul gegenüber der BVZ, dass die Übernahme bereits beschlossen ist, weil sich bis zuletzt kein Käufer gefunden hatte. „Derzeit sind wir dabei, die Verträge aufzusetzen. Die Übernahme sollte bis Ende Juni abgeschlossen sein“, sagt Nyul.

„Wollen das Projekt EKO ernsthaft angehen“

Verwaltet wird das EKO künftig von einer eigens gegründeten Immobiliengesellschaft der Bank Burgenland, in den nächsten Wochen wird eine Bestandsaufnahme durchgeführt.

„Wir wollen das Projekt EKO jetzt ernsthaft angehen“, sagt Bernhard Winkler, der seitens der Bank verantwortlich ist. Demnächst wird bei einer Begehung festgestellt, welche Maßnahmen sofort umgesetzt werden müssen. Fix ist bereits, dass die neue Gesellschaft weniger Miete zahlen muss, als die alte. „Uns ist wichtig, dass das EKO wieder auf gesunde Beine kommt, deshalb haben wir einer Mietreduktion zugestimmt“, sagt Kurator Werner Gangoly.

Laut Nyul soll der Standort EKO zunächst auf Vordermann gebracht und dann weiter entwickelt werden: „Wir werden bei der Mietersuche einerseits auf unser breites Netzwerk zugreifen, hoffen aber auch darauf, dass sich die Stadtgemeinde an der Suche beteiligt.“ Harald Tausz vom Pelzhaus ist jedenfalls optimistisch: „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir positiv in die Zukunft schauen können.“