Erstellt am 28. August 2013, 00:00

Bank Burgenland als „EKO-Retter“?. Übernahme / Falls sich nicht doch noch ein Käufer findet, übernimmt Bank Burgenland das EKO und sagt auch Investitionen zu.

Volles Haus. Das gab es im EKO schon lange nicht mehr, auch wenn die Umsätze in den vergangenen beiden Jahren gestiegen sein sollen. Nun ist das erste Oberwarter Einkaufszentrum aber gerettet.  |  NOEN
Von Michael Pekovics

Übernahme / Anfang Mai stellte der Eigentümer des EKO Oberwart, die Immocommerz Liegenschaftsverwertung GmbH, am Landesgericht Eisenstadt einen Antrag auf Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.

Die Verbindlichkeiten beliefen sich auf mehr als drei Millionen Euro, den Gläubigern wurde eine Quote von 30 Prozent angeboten. Das Sanierungsverfahren scheiterte, Masseverwalter Michael Wagner leitete das Konkursverfahren.

Bank übernimmt und wird auch investieren

Nun dürfte es aber eine Lösung für das erste Oberwarter Einkaufszentrum geben – und das in allerletzter Sekunde. Wie Bank Burgenland-Vorstand Gerhard Nyul auf Anfrage der BVZ bestätigte, übernimmt die Bank die Gebäude – das Grundstück befindet sich im Eigentum der reformierten Kirche. Dieses Vorhaben wurde bereits vom Aufsichtsrat der Bank Burgenland abgesegnet.

Die Übernahme gilt allerdings nur für den Fall, dass sich nicht doch noch ein Käufer findet. Die Chancen dafür stünden aber schlecht, wie Unternehmer Georg Höllerl (Höllerl Moden) meint: „Meines Wissens gab es zwei Interessenten, einer davon hat schon abgewinkt, der andere prüft gerade.“

Höllerl: Lob für die Stadtgemeinde

Sollte die Bank Burgenland das EKO übernehmen, dann sind Investitionen im Ausmaß von rund 300.000 Euro in die Infrastruktur notwendig. Das weiß auch Nyul, der von einem „Sanierungskonzept“ und der „Suche nach neuen Mietern“ spricht: „Falls wir das EKO übernehmen, werden wir sicher auch investieren.“ Ein Lichtblick für die „EKO-Familie“, die laut Höllerl „in dieser schwierigen Zeit gut zusammengehalten und immer pünktlich Miete gezahlt hat, um den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten“.

Höllerl lobt aber auch die Stadtgemeinde und hier speziell Stadtchef Georg Rosner (ÖVP): „Wäre Rosner nicht so akribisch gewesen und hätte er sich nicht so stark hinter das EKO gestellt, ich weiß nicht, ob wir eine Lösung gefunden hätten.“

Auf Blumenladen sollen weitere Neuansiedlungen folgen

Und noch eine gute Nachricht gibt es für das EKO: Anfang September eröffnet ein neuer Blumenladen – und das soll nicht die letzte Neuansiedelung gewesen sein.

„Ich habe jetzt seit 27 Jahren ein Geschäft im EKO, unsere Umsätze sind in den vergangenen beiden Jahren gestiegen. Nun werde ich mich auch persönlich dafür einsetzen, dass wir neue Mieter für das EKO gewinnen können“, sagt Höllerl.