Erstellt am 05. November 2014, 11:37

von Michael Pekovics

Nicht Abheben kostet. Weil pro Monat nur 1.100 Mal Geld abgehoben wird, muss Litzelsdorf pro Jahr 6.000 Euro für Geldautomaten zahlen.

Geld aus dem Automaten. Pro Monat wird hier rund 1.100 Mal Geld abgehoben. Für die fehlenden 900 Behebungen muss die Gemeinde zahlen.  |  NOEN, BVZ
Anfang 2013 wurde in Litzelsdorf ein von den Bürgern lange geforderter Geldautomat installiert. Sechs Jahre lang wurde deshalb verhandelt, jetzt, knapp zwei Jahre nach der Installation, kostet die Gemeinde die Erhaltung aber rund 6.000 Euro pro Jahr.

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„Wir haben einfach nicht die notwendige Anzahl an Transaktionen, die wir bräuchten, um den Geldautomaten kostendeckend zu betreiben“, sagt Bürgermeister Peter Fassl (ÖVP), der zuletzt die Bürger in den Gemeindenachrichten aufgefordert hatte, mehr Geld zu beheben, „um den Standort zu sichern“.

„Automat abbauen wird nicht mehr gehen“

Derzeit wird pro Monat rund 1.100 Mal Geld behoben – zu wenig für die private Firma, die mindestens 2.000 Behebungen pro Monat fordert und deshalb der Gemeinde pro Jahr rund 6.000 Euro verrechnet.

Ortschef Fassl appelliert an die Bürger, den Geldautomaten mehr zu nutzen, denn: „Etwas abzubauen, woran sich doch viele Menschen schon gewöhnt haben, wird nur schwer gehen. Es ist nämlich schon praktisch, direkt in der Gemeinde Geld abheben zu können. Wir müssen aber versuchen, die Kosten zu minimieren“, sagt der Bürgermeister.