Erstellt am 11. November 2015, 09:33

von Vanessa Bruckner

Bauverhandlung: Idylle vor Handymast. Am Csaterberg ist ein Telefonmast im Landschaftsschutzgebiet geplant. Landesumweltschaft erteilt jetzt erste Absage.

Geplanter Standort. Hinter dem Haus will A1 einen Sendemast errichten - übrigens auf Ansuchen der Gemeinde. Aber auch alternative Standorte werden derzeit noch geprüft. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Die einen wollen ihn, die anderen auf gar keinen Fall. Die Rede ist von einem zwölf Meter hohen Telefonmast des Anbieters A1 in den Weinbergen des Csaterberg, die auch Landschaftsschutzgebiet sind.

„Landschaftsbild würde beeinträchtigt werden“

Der schlechte Handyempfang am Csaterberg sei nicht weiter tragbar — sagen Befürworter. Der Mast verschandelt das Landschaftsbild und ist absolut nicht notwendig — die Gegner.

Vergangenen Freitag fand die erste Bauverhandlung für den geplanten Handymasten statt. Fazit: Der Landesumweltanwalt Werner Zechmeister ist gegen die Errichtung des zwölf Meter hohen Gestells.

„Das Landschaftsbild würde dadurch definitiv beeinträchtigt werden. Das letzte Wort hat allerdings die zuständige Behörde, da muss man noch auf den Bescheid warten“, sagt Zechmeister.

Anfrage an A1 kam von der Gemeinde selbst

Der Wunsch nach einem Handymast kam allerdings von der Gemeinde Kohfidisch selbst, wie die Unternehmenssprecherin von A1, Livia Dandrea-Böhm, klarstellt: „Seitens A1 wäre dort kein Mast vorgesehen gewesen. Die Gemeinde und einige Anrainer sind vor rund zwei Jahren mit der Bitte aktiv an uns herangetreten, vor allem aus dem Sicherheitsaspekt heraus, die Mobilfunkversorgung in den Weinbergen und Weinkellern sicherzustellen.“

Etwas, das Anrainer und Gegner Thomas Krammer überhaupt nicht nachvollziehen kann: „Der Mast ist absolut nicht notwendig, weil jeder am Hochcsater sein Platzerl zum Telefonieren hat“, meint er.

Bürgermeister Norbert Sulyok beteuert wiederum, man habe auf die Wünsche vieler Buschenschank-Eigentümer eingehen wollen. „Die Gäste schätzen guten Empfang und es ist halt auch eine Frage der Sicherheit. Wenn mal etwas passiert und man ist in einem Funkloch, das soll ja auch nicht passieren.“ Er selbst wolle aber jede Entscheidung akzeptieren. „Kommt der Mast, ist es gut. Wenn nicht, ist es auch gut.“ A1 will unterdessen Nachmessungen anstellen, um einen etwaigen alternativen Standort zu finden.