Erstellt am 19. Oktober 2011, 00:00

BEGAS-Geldsegen kommt der Stadt sehr gelegen. FINANZEN / Aufsichtsbehörde hätte Kredit nicht genehmigt. Nur Erlöse aus Verkauf der BEGAS-Anteile erlauben „Umschuldung“.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Bei der Gemeinderatssitzung Ende September hatte die SPÖ die Aufnahme eines Kredits in der Höhe von 1,1 Millionen Euro beschlossen (die BVZ berichtete). Dieser wurde von der Aufsichtsbehörde auch genehmigt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Gemeinde den Kredit mit dem Erlös aus dem Verkauf der BEGAS-Anteile bedient. „Ansonsten wäre diese Umschuldung nicht möglich gewesen“, heißt es aus dem Büro der Gemeindeabteilung. Oberwart ist eine von 110 Gemeinden im ganzen Land, die mit Erlösen aus dem Verkauf der BEGAS-Anteile rechnen darf – im Fall der Bezirkshauptstadt soll es um rund 2,5 Millionen Euro gehen.

Kreditaufnahme dürfte  Gemeinderat beschäftigen

Im Stadtrat soll das Thema schon besprochen worden sein, ausführlich diskutiert wird es wohl bei der kommenden Gemeinderatssitzung werden. Diese findet voraussichtlich am Donnerstag, dem 27. Oktober, statt. Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ) bestätigt eine diesbezügliche Anfrage der BVZ: „Mit diesem 1,1 Millionen Euro Kredit haben wir offenen Forderungen beglichen“, sagt der Stadtchef. „Wenn wir das Geld aus dem Verkauf unserer BEGAS-Anteile erhalten, dann müssen wir damit umgehend den Kredit zurück bezahlen.“

„Die Stadt hat kein  finanzielles Problem“

Laut Pongracz hat die Stadt kein Finanzproblem, aber: „Ein Problem waren die Ausbuchungen, die wir vornehmen mussten.“ Laut Pongracz waren die weiteren „großen finanziellen Brocken“ die Aufschließungskosten für den neuen Standort des Umweltdienst Burgenland, die Unterstützung der Feuerwehr für die Errichtung des KAT-Lagers und eine Forderung des Landes bezüglich Hochwasserschutz. Deshalb sei die Aufnahme des Kredits unbedingt notwendig gewesen.