Erstellt am 09. November 2011, 00:00

BEGAS klagt die Stadt jetzt auf 100.000 Euro. BIOMASSE / Trotz eingebrachter Klage betonen BEGAS und Stadtchef Gerhard Pongracz die „gute Gesprächsbasis“.

 |  NOEN
VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Die „take-or-pay“-Vereinbarung zwischen der BEGAS und der Stadtgemeinde sorgt weiter für Gesprächsstoff. Wie die BVZ bereits berichtet hat, schuldet die Stadt dem Energieversorger rund 100.000 Euro aus den Jahren 2009 und 2010. Jetzt hat die BEGAS auf diesen Betrag eingeklagt.

Durch die Klage wird  eine Verjährung verhindert

„Wir machen das, damit die Verjährung der Forderung nicht schlagend wird“, erklärt BEGAS-Pressesprecherin Elke Hohlagschwandtner im Gespräch mit der BVZ. „Das ist ein reiner Formalakt, wir haben mit den Verantwortlichen der Gemeinde eine gute Gesprächsbasis.“ Das bestätigt auch Bürgermeister Gerhard Pongracz (SPÖ): „Es gibt laufend Verhandlungen. Die BEGAS hat nur deshalb geklagt, damit die Sache nicht verjähren kann.“ Dennoch scheint es auch für das heurige Jahr 2011 noch keine Lösung für das Problem zu geben, dass die derzeit an das Kraftwerk angeschlossenen Abnehmer einfach zu wenig Energie verbrauchen. Beliefert wird das Einkaufszentrum „eo“, das Krankenhaus und das Dieselkino. Diese drei Standorte verbrauchen gerade einmal ein Drittel der vereinbarten Energie. Das heißt: Neue Abnehmer müssen her, sonst kostet das Kraftwerk der Stadt weiterhin jährlich 50.000 Euro. „Der Betrag wurde von uns im April 2010 in Rechnung gestellt und würde quasi erlöschen, wenn neue Abnehmer angeschlossen werden“, weiß Hohlagschwandtner.

„Wir suchen gemeinsam  nach sinnvoller Lösung“

Gemeinsam wollen Stadtgemeinde und BEGAS jetzt neue Abnehmer finden. „Das wäre in unser beider Interesse“, sagt die BEGAS-Sprecherin. „Das Ziel ist, sowohl für die Stadtgemeinde als auch für uns eine wirtschaftlich gute Lösung zu finden. Wir sind aber erst mitten im Anlaufprozess und müssen evaluieren, ob es geeignete Abnehmer geben würde.“ Rund um das Kraftwerk gebe es genug freie Flächen, die Frage sei nur, ob ein Betrieb gefunden werden könne, der viel Energie benötigt.

Die BEGAS will auf keinen Fall „bis zum geht nicht mehr klagen“, Hohlagschwandtner betont die „gute Gesprächsbasis“. Sie sei guter Dinge, dass demnächst eine Lösung präsentiert werden kann – „sowohl für uns als auch für die Stadtgemeinde Oberwart“.