Erstellt am 31. Mai 2012, 07:26

Begas und Gemeinde streben Lösung an. GESPRÄCHE / In der Causa Biomassekraftwerk Oberwart soll es zwischen Stadtgemeinde und BEGAS eine Einigung geben.

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OBERWART / Das Biomassekraftwerk in Oberwart sorgt seit seiner Errichtung immer wieder für Schlagzeilen. Kurz zur Vorgeschichte: Im Zuge der Errichtung des Biomassekraftwerks Oberwart wurde zwischen der Betreibergesellschaft und der WSO Wirtschaftsservice Oberwart GmbH (vormals: Technologie Park Oberwart GmbH) eine sogenannte „Take or Pay“-Vereinbarung über die Abnahme einer definierten Menge von Wärme abgeschlossen. Für einen Teil der nicht abgenommenen Wärmemenge ist laut dieser Vereinbarung eine Ausgleichszahlung zu leisten. Beliefert wird das Einkaufszentrum „eo“, das Krankenhaus und das Dieselkino. Diese drei Standorte verbrauchen aber gerade einmal ein Drittel der vereinbarten Energie.

Nach Klage als „Formalakt“  ist Teillösung in Sicht

Die Stadt Oberwart schuldet dem Energieversorger rund 100.000 Euro aus den Jahren 2009 und 2010. Auch im Jahr 2011 konnte keine Lösung für das Problem gefunden werden- Immer noch heißt es: Neue Abnehmer müssen her, sonst kostet das Kraftwerk der Stadt weiterhin jährlich 50.000 Euro. Damit die Forderungen nicht verjähren, hatte die BEGAS vergangenes Jahr den Betrag eingeklagt (die BVZ berichtete). „Das ist ein reiner Formalakt, wir haben mit den Verantwortlichen der Gemeinde eine gute Gesprächsbasis“, hieß es damals bei der BEGAS. Diese gute Basis hat nun dazu geführt, dass es für die Ausgleichszahlung eine Teillösung zwischen der WSO und der Biomasse Betriebs GmbH & Co KG gibt. „Offene Punkte müssen noch final diskutiert werden. Nach Abschluss dieser Gespräche werden wir das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentieren“, erklärt BEGAS-Pressesprecherin Elke Hohlagschwandtner im Gespräch mit der BVZ.

Auch der Oberwarter Bürgermeister Gerhard Pongracz bestätigt, dass eine Einigung noch für das heurige Jahr in Aussicht steht. „Im Wesentlichen ist es für die Gemeinde eine zufriedenstellende Lösung“, zeigt sich Stadtchef Pongracz erfreut darüber, dass das Problem bald erledigt sein dürfte.