Erstellt am 22. August 2012, 00:00

Bencsics geht in die Offensive: „Mobbing“. VOLKSSCHULE / Noch-Direktorin Alexandra Bencsics wehrt sich gegen Vorwürfe: „Es kam zu massiver Mobbingsituation.“

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Zurück von einem Sprachkurs im Ausland meldete sich in der Vorwoche Volksschuldirektorin Alexandra Bencsics zu Wort. Obwohl sie sich bereits im März 2011 aus dem Krankenstand zurückgemeldet hatte, wurde sie von Landesschulratspräsident Gerhard Resch bisher nicht wieder in den Dienst gestellt.

„Vor Schulbeginn immer  Angriffe gegen micht“

„Dreieinhalb Jahre habe ich zu den Vorgängen geschwiegen, weil ich es nie für zielführend hielt, schulinterne Belange öffentlich zu diskutieren, weil das immer der Schule schadet“, sagt Bencsics gegenüber der BVZ. Nun sei es aber an der Zeit „einige Falschmeldungen klar zu stellen, weil die Angriffe gegen meine Person immer vor Schulbeginn gestartet werden“ (siehe dazu auch „Zu den Vorwürfen“ rechts): „Nach meinem Dienstantritt kam zu einer massiven Mobbingsituation, in die auch andere Lehrer und Eltern hineingezogen wurden. Ich ging auch nicht leichtfertig in den Krankenstand, sondern wehrte mich monatelang dagegen.“ Bencsics führt weiter aus, dass sie bei ihrer Bewerbung als Leiterin der Volksschule einer Bitte der Schulaufsicht nachgekommen sei: „Ich habe sogar die Bewerbung für die Leitung der Volksschule Großpetersdorf zurückgezogen, obwohl ich Erstgereihte war.“ Laut Bencsics habe weder vor ihrer Bestellung noch in der Zeit ihres Krankenstandes „Ruhe in der Schule geherrscht“. Die Pädagogin wehrt sich auch gegen ÖVP-Vorwürfe, sie hätte den Schullaptop, der mittlerweile wieder zurück gegeben wurde, für Privatzwecke verwendet.

Derzeit wartet man im Landesschulrat auf eine Stellungnahme von Bencsics bezüglich der Ankündigung, sie als Direktorin abzusetzen. „Bencsics wird die Schule nicht mehr leiten, dabei bleibe ich. Tritt sie nicht freiwillig zurück, wird sie spätestens im Februar von ihrer Funktion enthoben“, sagt Resch.