Erstellt am 16. Juli 2014, 07:51

von Teresa Antal und Vanessa Bruckner

Benefizaktion: Richtig „gute Wadl“. Hobbyradsportler tritt für guten Zweck in die Pedale und machte Station im SOS Kinderdorf Pinkafeld.

Gute Sache. Radfahrer Patrick Moser besuchte auf seinem Weg nach Island das Jugendhaus des SOS Kinderdorf Pinkafeld. Foto: Vanessa  |  NOEN, Vanessa
Er radelte in 31 Tagen von Graz nach Barcelona. Die Rede ist vom Student und Hobbyradsportler Patrick Moser. Nach dem 2.500 Kilometer-Trip suchte der 26-Jährige schnell nach einem neuen Abenteuer. Hingesetzt, nachgedacht und los ging’s wieder. Kürzlich startete der Steirer mit seinem Rad Richtung Island.

6.000 Kilometer und 15 Kinderdörfer

Dass er seine Reise einem wohltätigen Zweck zugute führen wollte, war ihm von Anfang an klar. „Ich kam ganz schnell auf das SOS Kinderdorf“, erzählt Patrick Moser, der es sich zum Ziel gesetzt hat, in rund 70 Tagen die 6.000 Kilometer lange Strecke von Graz nach Island mit dem Fahrrad zu bewältigen. Während der Route möchte er alle 15 SOS-Kinderdörfer, die auf seiner Route liegen, besuchen.

Das eigentliche Ziel seiner Reise: Für jeden gefahrenen Kilometer einen Euro für das SOS Kinderdorf Stübing zu sammeln. Den größten Antrieb bei diesem Vorhaben gibt dem jungen Gründer des Benefizprojekts der Gedanke an die Kinder. „Sie sind so unbelastet. Man fühlt sich wahnsinnig frei, wenn man Zeit mit diesen Kids verbringt, der gesamte Alltagsstress ist weg. Ich möchte sogar sagen, dass man sich auf gewisse Weise geborgen fühlt. Diese Momente sind einfach unbezahlbar.“

Zeliska: „Moser setzt ein sichtbares Zeichen“

Bei seinem Stopp im Pinkafelder SOS Kinderdorf nächtigte Moser im Jugendhaus. Kinderdorf-Leiter Marek Zeliska: „Wir freuen uns, dass jemand ein sichtbares Zeichen setzt und in dieser Form einen Beitrag leistet.“

Der Sportler selbst bereitet sich bereits seit einem Dreiviertel Jahr auf die lange Strecke nach Island vor. „Ich fuhr in dieser Zeit 350.000 Kilometer und übte auch sonst viel Ausdauersport aus.“

Doch bekanntlich ist für solch ein Vorhaben nicht nur physisches, sondern auch mentales Training von enormer Bedeutung. „Es half mir wahnsinnig ein Trainingstagebuch zu führen, denn natürlich gibt es auch nicht so tolle Tage. Aber ohne meine Freundin und Familie würde ich das alles nicht schaffen. Sie sind meine rechte Hand.“