Erstellt am 05. September 2012, 00:00

Benkö‘s Mannschaft. WAHLKAMPF /  Ilse Benkö geht in Oberwart als Bürgermeister- und Spitzenkandidatin der FPÖ in die Gemeinderatswahl.

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OBERWART / FPÖ-Landtagsabgeordnete Ilse Benkö möchte in Oberwart einen „politischen Neuanfang“ erreichen und geht als Bürgermeister- und Spitzenkandidatin in die Wahl. Minimalziel ist der Einzug in die Stadtregierung. Kürzlich präsentierte Benkö ihre Mannschaft.

Fünf FPÖ-Kandidaten  gehen in die Wahl

Ilse Benkö, Jahrgang 1961, ist seit Jahren das Gesicht der FPÖ in der Stadt und im Bezirk Oberwart. Seit 2000 ist Benkö Abgeordnete zum Burgenländischen Landtag, ihr 2007 errungenes Gemeinderatsmandat legte sie vor zwei Jahren aus Protest gegen die „Nichtaufklärung“ der Finanzaffäre Oberwart zurück. Ilse Benkö nimmt bis zum 7. Oktober ihren, wie sie sagt, „letzten kommunalpolitischen Anlauf“.

Benkö: „Nach diesen Chaos-Jahren in Oberwart verspüre ich bei den Bürgern den großen Wunsch nach einem politischen Neuanfang. Ob sich diese Gemütslage auch in Wählerstimmen ummünzen lässt, werden wir sehen. Ich bin jedenfalls bereit, die FPÖ in die Stadtregierung und vielleicht sogar ins Bürgermeisterbüro zu führen.“

Hinter Benkö kandidiert auf dem zweiten Listenplatz der derzeitige FP-Gemeinderat Christian Benedek. Er ist ebenfalls 1961 geboren und Beamter in der Telekommunikationsbranche.

Auf Platz drei folgt Werner Knopf. Den vierten Listenplatz nimmt Walter Wukitsch ein. Der gelernte Gastgewerbekaufmann ist 43 Jahre alt.

Dahinter kandidiert auf Platz fünf der KFZ-Händler Erwin Watzke.

Benkö: „Finanzdesaster  muss aufgeräumt werden!“

Alle Kandidaten nannten bei ihrer Präsentation den Wunsch nach einem Wechsel an der Spitze der Stadt Oberwart und die persönliche Wertschätzung, für die FPÖ- Bürgermeister- und Spitzenkandidatin, als Beweggründe für ihre Kandidatur.

Ilse Benkö legt unterdessen ihre vorrangigen Wahlziele auf den Tisch: „Eine lückenlose Aufklärung des Finanzskandals fehlt bis heute. Niemand weiß, wie die Stadt Oberwart finanziell tatsächlich dasteht. Ich werde einen schonungslosen Kassasturz durchführen, aus dem hervorgeht, welchen Handlungsspielraum wir überhaupt noch haben und dies für jeden Bürger offenlegen.“

Außerdem will Benkö einen Fahrplan zur Stadterneuerung: „Unter Einbindung der Wirtschaft und der Bevölkerung werde ich eine verbindliche Liste für notwendige Investitionen erstellen. Von der Straßensanierung, dem Kanal, der Wasserleitungssanierung, der Vereinsförderung, bis hin zu Projekten für Kinder, Jugendliche und Senioren.“

Die Landtagsabgeordnete sagt auch ganz klar: „Neue Schulden dürfen nur gemacht werden, wenn die Rückzahlungen leistbar sind. Der Zeitraum, in dem der „Fahrplan zur Stadterneuerung“ umgesetzt wird, hängt vom verfügbaren Geld ab.“ Die Reihenfolge der Umsetzung sollen, so Benkös Wunsch, künftig die Bürger von Oberwart bestimmen.