Erstellt am 24. Juni 2015, 05:16

von NÖN Redaktion

Erpressungsversuch: Sex-Video im Internet. Eine „Internetbekanntschaft“ versuchte einen 34-Jährigen mit einem Sex-Video um sein Erspartes zu bringen.

 |  NOEN, Bilderbox

Das Internet wurde wieder einmal zum Schauplatz eines Betrugsversuchs – BVZ.at hatte am Montag berichtet:



Ein 34-jähriger Mann aus dem Bezirk Oberwart hatte auf einer Social-Media-Seite zunächst eine Freundschaftsanfrage einer gewissen „Juliette Lang“ angenommen.

Die Frau begann mit dem Mann eine Internet-Romanze. Dabei blieb es nicht beim Flirten mit Worten, es wurde auch zur Videokamera gegriffen. Der Mann hatte vor laufender Kamera sexuelle Handlungen an sich vorgenommen und dieses Video seiner virtuellen Bekanntschaft geschickt.

Diese drohte damit, das Gefilmte auf einer anderen Internetplattform zu veröffentlichen, wenn er nicht 8.000 Euro auf ein Konto einzahle. In weiterer Folge senkte die Betrügerin den Betrag auf 2.000 Euro.

„Juliette Lang“ nur fiktive Person im Netz

Der Erpresste ging auf die Forderungen der Frau nicht ein, löschte daraufhin seine Internetprofile und erstattete Anzeige bei der Polizei. Diese überprüfte den Namen „Juliette Lang“ und stellte fest, dass es diese Person gar nicht gibt. Aus der Landespolizeidirektion heißt es, dass sich derartige Fälle in letzter Zeit häufen.

Die Beamten warnen deshalb eindringlich davor, persönliche Daten im Internet preiszugeben oder gar intime Fotos und Videos zu verschicken. Um auf Gefahren, die im Internet lauern, aufmerksam zu machen, veranstaltet die Polizei laufend Vorträge und Workshops in Schulen.