Erstellt am 11. März 2015, 08:15

von Carina Ganster

Fünf Orte kooperieren. Dienstleistungen sollen gemeinsam eingekauft werden. Ersparnis von 20 Prozent pro Gemeinde möglich.

Mit dabei. Litzelsdorfs Bürgermeister Peter Fassl sieht Vorteile für seine Gemeinde. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv
Interkommunale Zusammenarbeit geht genau so: Die Gemeinden Ollersdorf, Moschendorf, Mischendorf, Litzelsdorf und Stinatz machen in Zukunft gemeinsame Sache und zwar bei Ausschreibungen von Dienstleistungen. Ein ähnliches Projekt, eine sogenannte Ausschreibungsgemeinschaft, gibt es bereits in einigen Gemeinden im Nordburgenland.

Die Kooperation soll den Kommunen bis zu 20 Prozent Ersparnis im Einkauf bringen. Funktionieren soll das Projekt folgendermaßen: Brauchen Gemeinden Streusplitt, Asphalt, Schotter oder ähnliches, wird gemeinsam ausgeschrieben und gemeinsam eingekauft. „Weil fünf Gemeinden natürlich ein größeres Volumen haben, bekommen sie dadurch bessere Preise“, erklärt Ollersdorfs Bürgermeister Bernd Strobl (ÖVP).

Fünf Orte analysieren derzeit ihre Preise

Derzeit sind die Orte dabei ihre bisherigen Preise zu analysieren, um zu sehen, wie hoch die Unterschiede zum Bestpreis sind. Wenn die Analyse abgeschlossen ist, erheben die Gemeinde ihre Projekte, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Das soll rasch gehen.

„Finden wir ein gemeinsames Einvernehmen, könnte die Ausschreibungsgemeinschaft im März gegründet und bereits erstmalig aktiv werden“, sagt Strobl. Für Litzelsdorfs Bürgermeister Peter Fassl (ÖVP) bietet das Projekt zahlreiche Vorteile: „Die Gemeinden werden günstiger einkaufen können. Demnächst soll es eine weitere Gesprächsrunde geben, um das mögliche Potenzial für die Zusammenarbeit genauer zu besprechen.“

Warum gerade diese fünf Gemeinden, die geografisch nicht allesamt in der Nachbarschaft liegen, kooperieren, hat auch einen Grund. „Dieses System macht nur Sinn, wenn sich Gemeinden zusammenschließen, die ähnliche Größen und nahezu dieselben Vorhaben haben und das ist in diesem Fall gegeben“, erklärt Strobl im Gespräch mit der BVZ.