Großpetersdorf , Stadtschlaining

Erstellt am 10. Januar 2018, 05:14

von Michael Pekovics

Ortschefs angezeigt! Erster Polit-Wirbel im neuen Jahr. SPÖ-Bürgermeister Markus Szelinger und Wolfgang Tauss wurden bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft angezeigt.

Szelinger: „Politischer Anpatzerei allererster Güte nach dem Motto: Da wird schon was hängen bleiben.“ Tauss: „Das ist schon der zweite Versuch, Dinge zu verzerren, die so nicht stimmen – kein Kommentar.“  |  zVg

Zwischen Weihnachten und Silvester trudelte bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien eine anonyme Anzeige ein. Der Inhalt zusammengefasst: Die beiden SPÖ-Bürgermeister Wolfgang Tauss (Großpetersdorf) und Markus Szelinger (Stadtschlaining) sollen gegen das Bezügebegrenzungsgesetz verstoßen haben, weil sie drei beziehungsweise vier Einkommen bezogen hätten.

Die beiden sind Obmann beziehungsweise Vizeobmann des Abwasserverbandes Tauchental, dem zehn Gemeinden angehören. Erlaubt sind höchstens „zwei Bezüge von Rechtsträgern, die der Kontrolle des Rechnungshofes unterliegen“. Laut der Anzeige wurden die angeblich zu Unrecht bezogenen Gehälter nur „teilweise“ zurückbezahlt.

SPÖ spricht  von „politischer Anpatzerei auf unterstem Niveau"

Seitens der SPÖ spricht man von „politischer Anpatzerei auf unterstem Niveau: Schon in der Anzeige selbst stimmt ja hinten und vorne nichts zusammen, damit zerstört man bewusst den guten Ruf von Menschen.“ In ähnliche Kerben schlagen auch die beiden angezeigten Bürgermeister, laut Tauss sei das bereits der zweite Versuch, „Dinge zu verzerren und anders darzustellen, als sie tatsächlich sind“.

Auf Anfrage der BVZ bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde die Anzeige geprüft, aber wegen Unzuständigkeit an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt übermittelt. Diese prüft jetzt, ob im Fall ermittelt wird.