Erstellt am 08. Oktober 2014, 10:36

von Michael Pekovics

Verdacht: Kids im Visier. In Pinkafeld und Bad Tatzmannsdorf sollen Männer versucht haben, Kinder in ihren Pkw zu locken. Daraufhin wurden Eltern und Schüler informiert und sensibilisiert.

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Allein der Gedanke daran, dass sein Kind entführt werden könnte, muss für Eltern der pure Horror sein. Wie jetzt bekannt wurde, gab es im laufenden Schuljahr schon zwei Verdachtsfälle – einen in Bad Tatzmannsdorf und einen in Pinkafeld.

Eltern und Schüler wurden informiert

In Bad Tatzmannsdorf wurde ein zehnjähriger Bub beim Skateboardfahren vor seinem Elternhaus von Männer, die in einem Pkw saßen, angesprochen, er solle doch mit ihnen mitfahren.

Der junge Mann reagierte aber richtig, ging sofort zu seinen Eltern und erzählte ihnen vom Vorfall. Diese verständigten wiederum die Volksschule Bad Tatzmannsdorf, wo man sich der Problematik bewusst ist und offensiv damit umgeht.

„Bei uns gibt es das Projekt ‚Mein Körper gehört mir‘, damit sollen Kinder informiert und sensibilisiert werden“, sagt Direktorin Marlies Gesslbauer. „Außerdem wurden alle Eltern schriftlich informiert und eine Information in der Gemeindezeitung abgedruckt.“

Widersprüchliche Angaben in Pinkafeld

Angezeigt wurde der Fall nicht, weil vermutet wird, dass es sich bei diesem Fall um Jugendliche handeln könnte, die dem Buben nur Angst machen wollten. „Aber natürlich nehmen wir Hinweise dieser Art sehr ernst und weisen alle Schüler immer wieder darauf hin, wie man sich richtig verhalten soll“, betont Gesslbauer.

Auch in Pinkafeld gab es einen ähnlichen Fall. Nach Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass sich die Kinder, die ein verdächtiges Fahrzeug meldeten, widersprüchliche Angaben machten.

„Aber natürlich haben wir auch diesen Fall ernst genommen“, sagt Volksschuldirektor Franz Rienesl. „Wie immer zu Schulbeginn werden die Kinder informiert, wie sie sich zu verhalten haben. Aber wir wollen keine Panik erzeugen.“


Verhaltens-Tipps:

Kinder müssen darüber aufgeklärt werden, was sie tun sollen, wenn sie Fremde überreden wollen, mit ihnen mitzukommen.

Kinder sollten sich im Fall des Falles sofort nach dem nächsten Erwachsenen umschauen und zu ihm gehen oder weglaufen.

Gibt es keine Möglichkeit wegzulaufen, dann sollen die Kinder um Hilfe schreien.

Verdächtige Beobachtungen können jeder Polizeidienststelle oder über den Notruf 133 gemeldet werden.