Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Bildein unter den Top-Orten. BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG / Bildein und Tschanigraben sind im Österreichvergleich unter den zehn Gemeinden mit dem stärksten Bevölkerungsplus von 2011 auf 2012.

REGION / Zahlen lügen nicht. Aber Ausreißer gibt es in Statistiken immer wieder – und im Fall von Bildein und Tschnigraben ist man versucht, solche zu orten. Aber tatsächlich: Im Vergleich von 2011 zu 2012 verzeichnet Bildein ein Bevölkerungswachstum von 5,8 Prozent (+ 21 Einwohner, von 340 auf 361 Personen).

Warum das so ist, weiß Bürgermeister Walter Temmel: „Mehr Geburten als in den Jahren davor und Zuzug aus Ungarn. Außerdem haben wir zuletzt mehr Hausplätze aufgeschlossen und Wohnungen geschaffen.“ Im Fall von Tschanigraben – mit derzeit 72 Einwohnern die kleinste Gemeinde des Landes – sind bereits vier Bürger mehr ein Plus von 5,6 Prozent. „Einige leer stehende Häuser wurden verkauft“, schmunzelt Bürgermeister Ernst Simitz. Aber auch im Zehnjahresvergleich (siehe Infoboxen) steht Tschanigraben gut da.

Anders ist die Situation in Neuhaus/Klausenbach (2002-2012: -7,9 Prozent; 2011-2012: +2,5 Prozent) und Mogersdorf (2002-2012: -2,2 Prozent; 2011-2012: +3,2 Prozent). Die Bürgermeister Helmut Sampt und Josef Korpitsch machen ihr „großes Engagement im Wohnungsbau“ für den Zuwachs verantwortlich. In Neuhaus kommt noch das neue Altenwohnheim zu tragen, derzeit sind zwölf von 29 Betten belegt. „Das Heim wird sicher voll. Außerdem errichten derzeit viele junge Leute Häuser und zeigen damit ihre Verbundenheit zur Heimat.“ Für Korpitsch wiederum ist „der Zuzug aus dem Westen und dem Osten“ für das Plus im Jahresvergleich verantwortlich.

Im Bezirk Oberwart haben im Vergleich mit 2011 Markt Allhau (+2,1 Prozent) und Oberschützen (+2,0 Prozent) die Nase vorn. Für Allhaus Ortschef Hermann Pferschy ist vor allem „die gute Zusammenarbeit mit der OSG und die Lage an der Autobahn“ für den Zuwachs verantwortlich: „Außerdem boomt der private Wohnbau.“ Ähnlich argumentiert Günter Toth: „Wir arbeiten seit zehn Jahren an der Positionierung als Wohngemeinde, das trägt nun Früchte. Bei uns tut sich einfach was – und das spüren die Leute auch.“