Erstellt am 25. Juni 2014, 11:05

von Michael Pekovics

„Biomasse ist aus“. Der gesamte Strombedarf des Ökoenergielandes ist durch Photovoltaikanlagen auf Dächern zu decken.

Grüne Zukunft? Für Franz Steindl, Walter Temmel, Joachin Hacker und Reinhard Koch ist die Antwort »Ja«.  |  NOEN, Erwin Wodicka
In der Vorwoche wurde im Güssinger Technologiezentrum die Studie „Photovoltaik für Gemeinden“ des Vereins „Ökoenergieland“ von Joachim Hacker, Franz Steindl und Walter Temmel präsentiert. Darin finden sich alle interessanten Informationen zu Photovoltaik-Anlagen, Fördermöglichkeiten, Bürgerbeteiligungen und vieles mehr.

„Speicherproblem als fehlendes Teil im Puzzle“

Der Grundtenor der Studie lautet aber: „Das Südburgenland ist hervorragend für Photovoltaik-Anlagen geeignet.“ So könne etwa der gesamte Strombedarf des Ökoenergielands durch Dachflächen in der betreffenden Region gedeckt werden.

„Mit jährlich 2.000 Sonnenstunden hat die Region höchstes Potenzial für diese Technologie“, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl, auf dessen Initiative burgenlandweit bereits zwölf Anlagen mit Bürgerbeteiligungsmodell realisiert wurden. „Die nächsten beiden Projekte werden mit Speichermöglichkeiten ausgestattet sein – das Speicherproblem ist das noch fehlende Teil im Puzzle.“

Motivation für Orte und Privathaushalte

Das Ziel ist, dass Gemeinden mit eigenen Anlagen quasi als Vorbilder wirken, damit auch die Privathaushalte nachziehen. Laut Walter Temmel wären alleine im Ökoenergieland 3,8 Millionen gut geeigneter Dachflächen von privaten Haushalten verfügbar. „Unser Ziel ist, in den kommenden Jahren die Kapazität von Photovoltaik-Anlagen zumindest zu verdoppeln.“

Dass „Solar“ immer mehr zum Thema wird, bestätigte auch Reinhard Koch: „Strom aus Biomasse ist aus, dafür gibt es andere, hochwertigere Verwendungsmöglichkeiten. Aber in der Solarenergie liegt unsere Zukunft, davon bin ich überzeugt. Wir müssen es den Menschen nur zeigen, zeigen, zeigen …“. Laut Hacker werden individuelle Lösungen für Privathaushalte immer populärer.