Erstellt am 16. September 2015, 11:36

von Michael Pekovics

Borkenkäfer als Plage in der Region. Borkenkäferbekämpfung wieder dringend erforderlich, Landwirtschaftskammer berät Waldbesitzer.

So schlimm wie selten zuvor. Heuer werden bis zu sieben Millionen »kaputte« Festmeter erwartet.  |  NOEN, BVZ

„Aufgrund vorhergegangener Gewitterstürme, Trockenheit und der langen Hitzeperiode konnten sich die Borkenkäfer sehr gut entwickeln“, berichtet der Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer, Franz Stefan Hautzinger. Hautzinger appelliert an die Waldbesitzer jetzt folgendes zu beachten und einzuhalten:

Vornahme von laufenden Kontrollen der Bestände auf befallene oder kränkelnde Bäume (Bohrmehlansammlung an Rinde und Stammfuß, Harzfluss, Spechttätigkeit usw.)

Käferholz ist umgehend aufzuarbeiten; brutfähiges Material muss aus dem Wald entfernt werden.

Alte Käferbäume ohne Rinde stellen keine Borkenkäfergefahr mehr dar.

Es ist auch gegenüber den Nachbarn im Wald eine Verantwortung wahrzunehmen, da durch ausfliegende Käfer der Nachbarwald in Mitleidenschaft gezogen werden kann.

„Für Beratungen stehen die Forstberater der Landwirtschaftskammer in den Bezirksreferaten gerne zur Verfügung“, so Präsident Hautzinger. Betroffene Wälder sind leicht zu erkennen: Die Bäume sind dürr, haben kaum Nadeln und die Rinde hat sich vom Stamm gelöst.

Holzernte-Maschinen sind im Dauereinsatz. Käferholz kann nur mit erheblichen Preiseinbußen von einem Drittel bis zu 50 Prozent verkauft werden. Entwarnung ist noch länger nicht in Sicht: Bei Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad hat der Käfer optimale Voraussetzungen, um sich zu vermehren.