Erstellt am 01. April 2015, 09:57

von Vanessa Bruckner

Brennt?s gut?. Osterfeuer / Gemeinde übernimmt Strafe des Kommandanten und führt Veranstaltung durch.

Aufgepasst! Wer sich beim Osterfeuer nicht an das Gesetz hält, kann zur Kasse gebeten werden.  |  NOEN, Pekovics

Er weiß, wie heikel die Angelegenheit werden kann. Großpetersdorfs Feuerwehrkommandant Oliver Class wurde nach einer anonymen Anzeige zu 100 Euro Strafe verurteilt, weil beim Osterfeuer 2014, dass die Feuerwehr veranstaltet hatte, auch „grüne Äste“ verbrannt wurden – BVZ.at hatte berichtet:



Die Geldbuße hat übrigens die Gemeinde beglichen. „Eine Selbstverständlichkeit“, wie Großpetersdorfs Bürgermeister Wolfgang Tauss sagt.

Großpetersdorf wird heuer, trotz Anzeige, wieder ein Osterfeuer haben. Die Durchführung übernimmt diesmal allerdings die Gemeinde selbst. Das Osterfeuer ist eine Jahrhunderte alte Tradition und fällt unter Brauchtumsveranstaltungen.

Zwischen Karfreitag bis Ostermontag erlaubt

„Eine Genehmigung braucht man, an jenen Tagen, an denen das Abbrennen der Osterfeuer erlaubt ist, keine“, informiert Paul Weikovics von der Landesregierung.

Osterfeuer sind in den Nächten zwischen Karfreitag bis Ostermontag gesetzlich erlaubt. Bei Schlechtwetter darf jeweils auf das Wochenende vor oder nach Ostern ausgewichen werden.

Weiters muss das nächstliegende Gebäude mindestens 25 Meter entfernt stehen, es darf ausschließlich trockenes Naturholz abgebrannt werden und eine volljährige Aufsichtsperson muss beim Osterfeuer dauernd anwesend sein.


Zur Geschichte

Das Osterfeuer steht als Symbol für die Sonne. Man begrüßte damit bereits im Altertum das Frühjahr. Unser heutiges christliches Osterfeuer entstammt also den heidnischen Frühlingsfeuern. Dem Glauben nach ist das Osterlicht Ausgangspunkt des Lebens.