Oberschützen

Erstellt am 04. November 2016, 05:14

von Daniel Fenz

Beste Bedingungen im Schul-Sportmodell. Die ausgegliederte Schulform des Gymnasiums Oberschützen steht für Professionalität – Vorstufe zum Profisport im Fußball.

Symbolbild  |  APA

Das Burgenländische Schule- & Sportmodell Oberschützen ebnet seit 1998 leistungsorientierten Nachwuchstalenten den Weg in Richtung Spitzensport. Es ist, wie 13 weitere Nachwuchsleistungssportmodelle in Österreich, für die umfassende Betreuung von 14- bis 19-jährigen Sporttalenten verantwortlich.

Parallel zur leistungsorientierten Sportausübung erreichen die Schüler einen AHS-Schulabschluss mit Matura. So werden schulische und sportliche Ansprüche unter professionellen Rahmenbedingungen optimal koordiniert.

Direktorin Ingrid Weltler-Müller erklärt dazu: „Das Modell funktioniert sehr gut. Wir arbeiten ständig daran, Dinge zu verbessen. Daher wird jetzt auch überlegt, ein neues Testverfahren bei der Aufnahmeprüfung zu verwenden.“ Damit soll die kognitive Kapazität mit der sportlichen Kapazität eines Athleten ausgetestet werden.

Enge Zusammenarbeit mit der Akademie

„Nach diesem Test sehen wir, ob der Schüler die Doppelbelastung auch wirklich schafft. Man muss schon einen starken Charakter aufweisen, um die Doppelbelastung zu überstehen“, meint die Direktorin. Stolz ist sie auch darauf, dass es mit der Fußballakademie in Mattersburg eine enge Zusammenarbeit gibt und einige Schüler aus Oberschützen schon den Sprung in die Akademie geschafft haben.

Eine weitere Erneuerung: Im nächsten Jahr wird sich die Schulleitung mit ihren Sportlehrern des BSSM vermehrt auf die Zehnjährigen konzentrieren. „Wir suchen die Fußballgenies heraus, diese werden getestet, das Modell wird in Kooperation des Burgenländischen Fußballverbandes durchgeführt. Das wäre dann die Vorstufe zum BSSM. Wir wollen die Talente von klein auf fördern.“

Weltler-Müller kämpft seit Jahren darum, die bestmögliche Situation für alle Athleten zu schaffen. Auf das aktuelle Problem einer fehlenden großen Sporthalle meint sie: „Natürlich wäre es schön, wenn wir einen großen Turnsaal bekämen, doch vom Bund aus wird es keine Dreifachhalle geben. Als Kompromiss ist eine Ballsportschulhalle angedacht. Details müssen aber noch verhandelt werden.“